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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Februar 2017

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD: Sicherstellung der Aufsichtspflicht an Ganztagsgrundschulen auch spätnachmittags

Sibel Habibovic, Stadträtin SPD-Fraktion

Sibel Habibovic, Stadträtin SPD-Fraktion

 

Insbesondere die Betreuung von Grundschulkindern muss für arbeitende Eltern absolut verlässlich und sicher sein. Die Rahmenkonzeption und Richtlinie "Ganztagesangebote für Grundschulkinder" sieht daher unter anderem ein kostenpflichtiges Zusatzmodul von 16 bis 17:30 Uhr täglich vor.

Sie ist die Reaktion auf eine Bedarfsanalyse, wonach die Arbeitszeiten der Eltern erfasst wurden, um eine passgenauere Betreuung zu organisieren. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt Karlsruhe.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Dieses Angebot sichert einmal mehr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für dessen Gewährleistung ist grundsätzlich die Verlässlichkeit von großer Bedeutung; ebenso muss die Aufsichtsplicht jederzeit erfüllt werden.

Aus haftungsrechtlicher Sicht ist die Betreuung durch zwei Personen vorzuziehen, wobei nur eine der beiden eine ausgebildete Erziehungskraft sein muss. Der Gemeinderat der Stadt hat daher in seiner Sitzung vom 19.01.2017 beschlossen, für Ganztagsschulen mit nur einer Betreuungsgruppe von 16-17:30 Uhr eine zweite Fachkraft einzusetzen.

Ehrenamt schätzen und stärken

Die Verwaltung wurde im Rahmen der Haushaltsstabilisierung beauftragt zu prüfen, ob die Betreuung bei eingruppigen Ganztagesgrundschulen durch Ehrenamtliche gewährleistet werden kann.

Bislang hatten die Kooperationspartner der Schulen, das Schul- und Sportamt sowie der Stadtjugendausschuss versucht, dort wo erforderlich eine zweite ehrenamtliche Betreuungsperson zu finden. Da dies nicht überall geglückt ist muss nun nachgebessert und mit hauptamtlichen Kräften aufgestockt werden. Die Gemeinderäte waren sich aber nach einem Ergänzungsantrag der CDU-Fraktion einig, dass wirklich nur dort, wo explizit keine Sicherstellung des reibungslosen Betriebs durch ehrenamtlich Tätige erlangt wird, Hauptamtliche eingestellt werden. Wenn sich jedoch wie an einigen Grundschulen eine Betreuung durch Ehrenamtliche etabliert hat, besteht nach Ansicht des Gemeinderats kein Grund ein gut funktionierendes zuverlässiges Gefüge auseinanderzubrechen und zu beenden. Im Gegenteil: Die Stärkung des Ehrenamts liegt uns allen am Herzen. Wir wertschätzen ehrenamtliches Engagement auf jedem Gebiet und zollen denjenigen, die sich für unsere Stadt und ihre Mitmenschen einbringen, aufrichtigen Respekt und Dank.

Sibel Habibovic
Stadträtin SPD-Fraktion

 
 

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