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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Februar 2017

Symptom einer Krankheit?

 

Literaturzeitschrift reflektiert neuen Antisemitismus

Der "Neue Antisemitismus" steht im Fokus der 98. Ausgabe der Literaturzeitschrift "allmende". Damit reflektieren Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Matthias Walz anhand von zehn Texten wieder gesellschaftliche Tendenzen in Europa.

Im Gefolge wachsender Anhängerschaften rechter Ideologien keimt demnach ein alltäglicher Antisemitismus auf, gefördert durch Menschen, die mit dem Feindbild des "jüdischen Staates Israel" aufwuchsen. Aufgegeben hat es Mirna Funk nach Reaktionen auf ihren preisgekrönten Roman "Winternähe" aufzuklären. Esther Dischereit sieht Antisemiten als Hauptproblem und fordert Unterstützung für zivilgesellschaftliche Initiativen. Rabbi Lord Jonathan Sacks wertet Antisemitismus als erstes Symptom einer Krankheit, die zum kollektiven Zusammenbruch Europas führe. Abgerundet wird der 84-seitige Band von einer Begegnung Esther Sterns mit Karoline von Günderode, Rezensionen, Nachrichten. allmende, herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft, erscheint im Mitteldeutschen Verlag. -cal-

 
 

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