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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Dezember 2017

Gemeinderat: O.K. für Freiraumentwicklungsplan

DER ALTE FLUGPLATZ gehört zu den ökologisch wertvollen Flächen in Karlsruhe, die auch künftig nicht bebaut werden. Foto: Fränkle

DER ALTE FLUGPLATZ gehört zu den ökologisch wertvollen Flächen in Karlsruhe, die auch künftig nicht bebaut werden. Foto: Fränkle

 

Cirka 60 Projekte und visionäre Ausblicke für die künftige grüne Stadt gezeigt

Einstimmig und ohne Aussprache beschloss der Gemeinderat am 12. Dezember den dieses Jahr neu erarbeiteten Freiraumentwicklungsplan. Er zeigt neben visionären Ausblicken konkrete Ziele und Maßnahmen für die Grünentwicklung der kommenden Jahrzehnte auf.

Im Zentrum stehen etwa 60 Projekte, die weitergeführt oder neu auf den Weg gebracht werden sollen. Dazu gehören unter anderem Parks, Grünverbindungen und Grünzüge, Stadteinfahrten, die Stadtränder, Bezüge zwischen Stadt und Landschaft sowie die Notwendigkeit, charakteristische Landschaftsstrukturen zu sichern und zu entwickeln. Zentrale Aussagen sollen in den Flächennutzungs- und in den Landschaftsplan aufgenommen werden. Darüber hinaus soll der Freiraumentwicklungsplan als Rahmenplan entsprechende Positionen in Abstimmungsprozessen von städtebaulichen und verkehrsplanerischen Maßnahmen zeigen.

Vorläufer des Freiraumentwicklungsplans sind bereits der Gründungsplan von 1715 mit Gärten, Parks, Wäldern und ausgeprägtem Landschaftsbezug. Anfang der 1980er Jahre zeigte das „Karlsruher Grünsystem“ als Grundlage des ersten Landschaftsplans den engmaschigen Grünverbund innerhalb der bebauten Stadt und dessen Verknüpfung mit der Landschaft auf. Der auf das 300-jährige Stadtjubiläum ausgerichtete Freiraumentwicklungsplan 2015 fokussierte die Grünentwicklung zum Rhein und den „Grünen Fächer“, der die innerstädtischen Gebiete mit Parks und Grünflächen versorgt. Weite Teile davon sind inzwischen Realität.

Zudem wurden mit dem „Räumlichen Leitbild Karlsruhe im gleichen Jahr, in das bisherige grüne Leitpläne einflossen, Perspektiven der räumlichen Stadtentwicklung und deren Einbindung in die Landschaft gezeigt. Als besonders wichtig wird hier thematisiert, wie sich künftig die inneren und äußeren Stadtränder darstellen. Im Zuge des erwarteten Bevölkerungswachstums und den daraus folgenden neuen Wohnbauflächen gewinnt die im Norden vom Rhein über den Hardtwald bis in die östlichen Stadtteile geplante Grünverbindung an Bedeutung. Diese „Grüne Nordspange“ wird einen Schwerpunkt der künftigen Freiraumentwicklung bilden. Da das umfassende Leitbild generalisierend angelegt ist, sind in vielen Bereichen Vertiefungen notwendig, so im nun verabschiedeten Freiraumentwicklungsplan. -red/cal-

 
 

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