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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Dezember 2017

Kombilösung: Injektionen und Rohbau-Endspurt

MIT SCHNEIDBRENNERN werden Stahlträger zerlegt, die Bestandteil der Einbauten für den Druckluftvortrieb im Südabzweig waren. Foto: KASIG

MIT SCHNEIDBRENNERN werden Stahlträger zerlegt, die Bestandteil der Einbauten für den Druckluftvortrieb im Südabzweig waren. Foto: KASIG

 

In der Kriegsstraße gehen die Bauarbeiten am zweiten Teilprojekt der Kombilösung – Bau einer neuen Gleistrasse mit darunter liegendem Autotunnel – gut voran: Im Baufeld W2 zwischen Lamm- und Ritterstraße wird in den Untergrund Weichgel injiziert, das die Baugrube nach unten abdichtet und mit den Spundwänden dafür sorgt, dass der Autotunnel trocken und sicher gebaut werden kann.

Obwohl er praktisch im Grundwasser liegt. In O1 werden zurzeit die Bohrungen vorgenommen, durch die dann auch dort Weichgel zum Einsatz kommen kann. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) weiter zum aktuellen Baugeschehen erklärt, laufen in den zwischen W2 und O1 liegenden Baufeldern die Vorbereitungen für den Bau der Spundwände und die später erfolgenden Injektionen: In den Feldern O3 und O4 zwischen Fritz-Erler-Straße und Ettlinger Tor schreitet die Errichtung der Provisorien für Kfz- und Fußverkehr weiter. In W4 und O5 westlich und östlich der Kreuzung Ettlinger Tor werden Teile der früheren Unterführung abgebrochen, um das Baufeld frei von Hindernissen zu machen.

Die beim Teilprojekt Stadtbahntunnel beschäftigten Kombi-Bauer sind zum Jahresausklang hin im Endspurt zur Fertigstellung des Rohbaus der meisten unterirdischen Haltestellen. Ununterbrochen nehmen Fahrgastaufgänge, Aufzugsschächte, Innenwände, Zwischen-decken, Verteilerebenen, Brandschutzwände und Treppenläufe weiter Gestalt an. In den beiden Stationen Kongresszentrum und Durlacher Tor sind diese Arbeiten abgeschlossen.

In der künftigen Haltestelle Kronenplatz wird am Mauerwerk für die Kabelräume unter den Bahnsteigen gearbeitet. Unter dem Europaplatz sind die Primärstützen im westlichen Bereich der Haltestelle abgebrochen; jetzt werden die durch den Abbruch entstandenen Lücken in der Sohle betoniert. Die nördliche Andienöffnung für die Haltestelle Marktplatz vor dem Rathaus wird in den nächsten Tagen geschlossen, sodass oben auf dem zentralen Platz ein weiteres Loch verschwindet.

Der Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße weitet sich nach Süden und Norden als unterirdische Via Triumphalis immer mehr auf, genauer: Die Abbruchbagger beißen sich am Südende durch die jetzt nicht mehr benötigten Einbauten für den Druckluftvortrieb, während am nördlichen Tunnelende die Schlitzwand, die den Tunnel von der Haltestelle Marktplatz trennte, Stück für Stück abgebaut wird. Mehr auf diekombiloesung.de. -red-/-mab-

 
 

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