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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Dezember 2017

Mobilität: Beim Autoteilen Spitze

JEDERZEIT EINSATZBEREIT: Ob Großeinkauf oder Familienausflug – die Carsharingflotte von Stadtmobil bietet für jedes Bedürfnis das passende Fahrzeug. Foto: Fränkle

JEDERZEIT EINSATZBEREIT: Ob Großeinkauf oder Familienausflug – die Carsharingflotte von Stadtmobil bietet für jedes Bedürfnis das passende Fahrzeug. Foto: Fränkle

 

Städtevergleich des Bundesverbands CarSharing / Gutes Zusammenspiel von Stadtmobil und Umweltverbund

Karlsruhe ist erneut Deutschlands Carsharing-Hauptstadt. Mit nun 2,71 Carsharing-Fahrzeugen auf 1.000 Einwohner hat Karlsruhe nicht nur seinen Spitzenplatz verteidigt, sondern konnte diesen sogar deutlich ausbauen, hat der „Bundesverband CarSharing“ (bcs) ermittelt. In der Stadt sorgt Stadtmobil dafür, dass das „Auto teilen“ floriert.

Stuttgart (1,47) und Freiburg (1,41) belegen die Plätze zwei und drei. Unter den Millionenstädten führt das rheinische Köln, das im Gesamtranking auf Platz 4 liegt. der Brachenverband bcs erhebt alle zwei Jahre die Zahl der Carsharing-Fahrzeuge in deutschen Städten und Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern. „Die Carsharing-Versorgung hat sich seit 2015 in vielen Städten verbessert“, berichtete Verbandsgeschäftsführer Willi Loose. In Karlsruhe lag die Carsharing-Quote 2015 bei 2,15 Fahrzeugen auf 1.000 Einwohner. Rückgrat ist dabei die privatrechtlich organisierte Gesellschaft „Stadtmobil“. Sie bietet im Stadtgebiet Karlsruhe über 800 Fahrzeuge an. Registriert sind rund 11.200 Nutzerinnen und Nutzer.

Mit ein Grund für den unangefochtenen Spitzenplatz ist das Zusammenspiel von Carsharing mit dem Umweltverbund – einem attraktiven ÖPNV sowie eine gute Radinfrastruktur samt Verleihsystem Fächerrad. Es ist nicht von ungefähr, dass der Haltestellenplan des öffentlichen Nahverkehrs und der Stadtmobil-Stationenplan fast deckungsgleich sind. „Es finden sich kundenorientiert besonders viele Stadtmobil-Fahrzeuge entlang des ÖPNV-Liniennetzes, das macht den Umstieg einfach“, weiß Bürgermeister Michael Obert. Dem kappen Verkehrsraum setze Karlsruhe so Flexibilität und Service entgegen.

Nachdem das Carsharing-Gesetz der Bundesregierung juristisch klargestellt hat, dass Kommunen auf Straßen in ihrer Zuständigkeit Stellplätze für das Carsharing als Sondernutzung einrichten kann, warte Karlsruhe auf die letzten gesetzlichen Vorarbeiten, um auch in Karlsruhe Stellplätze im öffentlichen Raum anbieten zu können, so Michael Obert. Carsharing-Plätze auch an repräsentativen Standorten werde das Autoteilen weiterhin fördern, ist sich Obert sicher. Auch die Stadt Karlsruhe nutze das Angebot von Stadtmobil – zusätzlich zum eigenen Fuhrpark.

Jederzeit problemlos von einem Verkehrsträger auf den anderen wechseln, das ist auch Ziel des Projekt RegioMOVE, an dem unter anderem Stadtmobil mit beteiligt ist. Angesiedelt beim Karlsruher Verkehrsverbund KVV soll dieses Projekt die organisatorischen, technischen und infrastrukturellen Grundlagen für den Aufbau und den zukünftigen Betrieb eines inter-/multimodalen Mobilitätskonzeptes für alle Bürgerinnen und Bürger der Technologieregion Karlsruhe schaffen. Neben Carsharing sollen auch Leihfahrräder ins KVV-Angebot aufgenommen werden. -rie-

 
 

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