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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Dezember 2017

Autonomes Fahren: Letzter Schliff für Testfeld

TESTFAHRT im autonomen Forschungsauto: OB Mentrup und Uwe Lahl drehten eine Runde auf dem KIT-Campus Ost. Foto: Fränkle

TESTFAHRT im autonomen Forschungsauto: OB Mentrup und Uwe Lahl drehten eine Runde auf dem KIT-Campus Ost. Foto: Fränkle

 

Fahrerlos von A nach B mit autonom gesteuerten Fahrzeugen – diesem Projekt gehört die Zukunft. Damit die Fahrzeugtechnik eines Tages reibungslos mit dem echten Verkehr kommuniziert, haben Karlsruhe und Heilbronn mit dem Aufbau des Testfelds Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF) begonnen. Im wahrsten Sinne des Wortes kann hier das Zusammenspiel von Fahrzeug und Verkehrsalltag dank installierter Technik auf Herz und Nieren geprüft werden.

Bevor Autohersteller, Zulieferer oder Dienstleister das Testfeld ab Frühjahr 2018 für ihre Zwecke als Kunden nutzen können, hat Anfang Dezember im Beisein von Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl vom baden-württembergischen Verkehrsministerium der interne Probebetrieb einzelner technischer Komponenten begonnen. Dabei informierte Prof. Marius Zöllner vom FZI Forschungszentrum Informatik, Kopf des Testfeld-Konsortiums, zusammen mit Konsortiumsvertretern aus FZI, Stadt Karlsruhe, KIT, Hochschule Karlsruhe oder auch Fraunhofer IOSB über den aktuellen Stand. In die „Praxis“ ging Lahl zusammen mit Zöllner und OB Dr. Frank Mentrup mit einem autonom fahrenden Auto. Das Land fördert das TAF mit 2,5 Millionen Euro. „Um autonom im echten Straßen-verkehr fahren können, müssen wir so perfekt sein, dass wir mit allen Verkehrslagen zurechtkommen“, betonte Mentrup. Genau diese Möglichkeit – nämlich die Probe auf Praxistauglichkeit von autonomen Fahrzeugen – biete das Projekt, ergänzte Zöllner.

Das gesamte Testfeld, auf dessen Vernetzung die Entwickler hinarbeiten, erstreckt sich zwischen Karlsruhe, Stuttgart, Bruchsal und Heilbronn. Zur ersten Ausbaustufe gehört in der Fächerstadt eine etwa 24 Kilometer lange Route zwischen Oststadt und Südtangente. Sie ist bereits teilweise mit stationärer Messtechnik, schnellen Datenleitungen und intelligenten Ampeln ausgestattet - etwa an der Kreuzung Ostring und Durlacher Allee. Hier erfassen Sensoren, die die Testfahrzeuge „lesen“ können, den Verkehr. Die Daten werden in Echtzeit ausgewertet. „Weitere Felder sollen in Dammerstock und Rüppurr entstehen“, erklärte Bürgermeister Michael Obert. Betrieben wird das Testfeld künftig vom Karlsruher Verkehrsverbund (KVV). Info zu TAF: www.taf-bw.de. -bea-

 
 

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