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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Dezember 2017

Gemeinderat: Maßgeschneidert für Grötzingen

IN GRÖTZINGEN trifft der Reichtum an Geschichte auf ein breites Spektrum aus künstlerisch-kulturellem, kreativwirtschaftlichem und handwerklichem Schaffen mit zeitgenössischem Anspruch. Foto: Fränkle

IN GRÖTZINGEN trifft der Reichtum an Geschichte auf ein breites Spektrum aus künstlerisch-kulturellem, kreativwirtschaftlichem und handwerklichem Schaffen mit zeitgenössischem Anspruch. Foto: Fränkle

 

Gemeinderat lobt Kulturkonzept des Stadtteils / Weiterentwicklung kultureller Identität

Karlsruhe hat es schon, Grötzingen nun auch. Ein Kulturkonzept. Die „kleine Schwester“ schreibt den politischen Leitfaden der Gesamtstadt bis 2035 fort und hat einen auf örtliche Besonderheiten zugeschnittenen Fahrplan für die Stärkung von Kunst und Kultur im Stadtteil. Erwartungsgemäß nichts als Zustimmung und reichlich Lob gab es dafür kürzlich in der jüngsten Plenarsitzung des Gemeinderats.

In einem einjährigen Prozess überlegten Kulturakteure jedweder Couleur bei Treffen und Workshops, was den Kulturstadtteil Grötzingen ausmacht, welche Stärken und Schwächen er hat. Betrachteten Ziele, Herausforderungen und (anlehnend an den Karlsruher Erstling) fünf Handlungsfelder - kulturelles Erbe, Stadtteil: Raum für Kultur, kulturelle Bildung und Öffnung, Stärkung der Verbindung zwischen Kunst, Handwerk und Natur sowie Kultur und Wirtschaft.

Sämtliche Aspekte mündeten schließlich in eine Empfehlungsliste. Verbunden und motiviert habe die Beteiligten der gemeinsame Wunsch, „die kulturelle Identität und die Kulturmarke Grötzingen geschichtsbewusst und zeitgemäß weiterzuentwickeln“, schrieb dazu im Konzeptentwurf Ortsvorsteherin Karen Eßrich.

„Glückwunsch den Grötzingern“, gab es Beifall vom designierten städtischen Kulturdezernenten Dr. Albert Käuflein (CDU). Es sei immer gut, wenn die Akteure in einem Stadtteil ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nähmen, „so bewahrt man sich eine gewisse Autonomie". Auf dieser Basis lasse sich „hervorragend arbeiten“, zollte auch SPD-Stadträtin Elke Ernemann den ehrenamtlich Engagierten Respekt, das Papier sei auch für andere Stadtteile Anregung und Inspiration.

Sehr beeindruckt hatte das Papier GRÜNE-Fraktionsvorsitzende Dr. Ute Leidig. Was hier zum Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft herausgearbeitet worden sei, gelte auch für Karlsruhe. Hier wie dort machten Kulturschaffenden zu wenig Atelierflächen oder der Trend steigender Sicherheits- und Hygieneauflagen bei Veranstaltungen zu schaffen. Als Ermöglicher zeigte sich KULT-Stadtrat Lüppo Cramer, mit ihm gebe es bei der Umsetzung vorgeschlagener Maßnahmen kein zögerliches „Ja, aber…“. Als „nahezu ideales bürgernahes Konzept“, das Geschichte und Gegenwart in die Zukunft trage bezeichnete FDP-Fraktionschef Tom Høyem den Wurf. Grötzingen habe sich auf einen spannenden Weg begeben, wollte Stadtrat Jürgen Wenzel (Freie Wähler) die Erwartungen „nicht enttäuschen“. -maf-

 
 

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