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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Dezember 2017

Regionalverband: Aus für Nordtangente

Regionalplan wird an Bundesverkehrswegeplan angepasst

Mit deutlicher Mehrheit sprach sich die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein (RVMO) für eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zum Thema Karlsruher Nordtangente aus. Hintergrund ist der Antrag der Stadt Karlsruhe auf Herausnahme der Nordtangente-West aus dem Regionalplan.

Die Verwaltung des Regionalverbandes hatte darüber hinausgehend vorgeschlagen, die Raumnutzungskarte und den Regionalplan 2003 an den Planungsstand des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP) anzupassen, womit nur noch die für den Bau der zweiten Rheinbrücke und deren Anbindung an die B36 erforderlich seien. Nicht mehr enthalten wären die bisherigen Freihaltetrassen für eine Parallelbrücke zur aktuellen Rheinbrücke, für die Nordtangente-West zwischen B36 und L605 sowie für den sogenannten Hardtwald-Durchstich. Aufgrund der großen Bedeutung der Verkehrstrassen für das regionale Verkehrsnetz hatte die Verwaltung empfohlen, den berührten Trägern öffentlicher Belange in einem informellen Beteiligungsverfahren die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
Bereits in den vorausgegangenen Sitzungen des Planungsausschusses hat der Regionalverband seine Position zum Ausdruck gebracht, wonach durch eine Herausnahme der Freihaltetrassen aus dem Regionalplan diese Flächen nicht automatisch für Siedlungserweiterungen im großen Stil zur Verfügung stünden. Hier seien dann wieder regionalplanerische Freiraumfestlegungen zu berücksichtigen, darunter so genannte Grünzäsuren, die im aktuellen Regionalplan von den Freihaltetrassen für Verkehrswege überlagert werden. „Dies harmoniert mit dem räumlichen Leitbild der Stadt Karlsruhe, das an dieser Stelle ebenfalls eine durchgehende grüne Verbindung vorsieht“, erklärte hierzu RVMO-Verbandsdirektor Gerd Hager. -red-

 
 

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