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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Dezember 2017

Gemeinderat: Debatte zur Gestalt der Fußgängerzone nach Vollzug der Kombilösung

DIE NEUE OBERFLÄCHENGESTALTUNG nach Vollzug der Kombilösung wurde in Otto- und (unser Bild) Kreuzstraße getestet. Foto: Fränkle

DIE NEUE OBERFLÄCHENGESTALTUNG nach Vollzug der Kombilösung wurde in Otto- und (unser Bild) Kreuzstraße getestet. Foto: Fränkle

WASSERSPIELE sollen den Marktplatz als Herz der Fußgängerzone neu beleben. Laut Stadtplanungsamt kommt dafür nur ein Feld nördlich der Pyramide im Zierband infrage: mit 31 Düsen auf 12,5 mal 9,4 Metern Fläche. Foto: Fränkle

WASSERSPIELE sollen den Marktplatz als Herz der Fußgängerzone neu beleben. Laut Stadtplanungsamt kommt dafür nur ein Feld nördlich der Pyramide im Zierband infrage: mit 31 Düsen auf 12,5 mal 9,4 Metern Fläche. Foto: Fränkle

 

Wasserspiele weiter planen / Belag für Marktplatz beschlossen / kein Entscheid zu Kaiserstraße und Europaplatz

Noch viel mehr als heute soll die Kaiserstraße nach Realisierung der Kombilösung Glanzstück der Innenstadt sein - als Fußgängerzone, mit dem Marktplatz als zentralem Element. Dortige Wasserspiele sowie zugleich die künftige Oberflächengestalt debattierte der Gemeinderat, gab teils grünes Licht.

"Wer den Marktplatz wirklich beleben will, installiert solche Wasserspiele", unterstrich OB Dr. Frank Mentrup in der jüngsten Plenarsitzung vor der Abstimmung ein "unheimlich tolles Erlebnis", eine "ganz große Aufenthaltsqualität". Grundsätzlich sah dies auch das Plenum so, votierte einstimmig, zunächst aber nur für "die Fortführung und Detaillierung der Planungen". Ein CDU-Änderungsantrag, den Passus zu streichen, mit dem auch die Umsetzung beschlossen worden wäre, fand somit Zustimmung. Explizit bei KULT - Lüppo Cramer mahnte, die Folgen des Einbaus und den klassizistischen Charakter des Marktplatzes zu bedenken. Das tat die Verwaltung und schloss zu kostspielige Varianten auch bereits aus. Im Fokus bleibt exklusiv ein Feld nördlich der Pyramide mit 31 Düsen. Die lassen Anlieferverkehr und Großveranstaltungen weiter zu.

inen Schritt weiter kam die Planung der Oberflächengestalt (barrierefreier Steinbelag mit Zierband, verschiedene Farbnuancen). Der Marktplatz soll Anfang 2019 als erster Baustein verfügbar sein. Darum sei jetzt in die Wege zu leiten, was das Büro Mettler Landschaftsarchitektur (auch Planer der Wasserspiele) empfahl, betonte der OB. Auch, um genügend Material rechtzeitig besorgen zu können. Mit 43:1 plädierte der Gemeinderat für den auf der öffentlichen Musterfläche der Kreuzstraße basierenden Natursteinbelag ohne die tiefgrauen (disharmonischen) Steine. Aber zunächst nur als Wahl für den Marktplatz. Kaiserstraße und Europaplatz ließ das Plenum entgegen der Vorlage noch außen vor. Nicht zuletzt wegen des Kostenrahmens von 40 bis 45 Millionen Euro. "Wahnsinn", sagte Istvan Pinter, die Grünen unterstützten dennoch den neuen Belag als neues Gesicht für viele Jahre. Für die CDU äußerte Tilman Pfannkuch Sorgen, dass die dreieckigen Randsteine "zu schnelle Abnutzung erfahren". Durch weniger Düsen könnte bei den Wasserspielen (rund 260.000 Euro für Herstellung und 45.000 Betriebskosten) gespart werden, das Lichtkonzept erscheine zu grell. Bis die Gleise verschwinden, bleibe Michael Zeh (SPD) zufolge genug Zeit, zu beobachten, "wie sich der Marktplatz entwickelt", ehe über die gesamte Kaiserstraße entschieden wird. Nicht am falschen Ende sparen, wie sonst die Bürgerschaft beklage, wollte Thomas H. Hock (FDP) bei einer Lösung "für die nächsten 40, 50 Jahre". Ähnlich begrüßte Jürgen Wenzel (FW) eine möglichst edle Gestalt im Wohnzimmer der Stadt. Dr. Paul Schmidt (AfD) stimmte als Einziger mit Nein. Weil der Granit Strahlung abgebe und ein so kompliziertes Muster nicht adäquat ersetzt werde, wenn es aufgerissen werden muss. -mab-

 
 

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