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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Dezember 2017

Magistrale: Ein Nadelöhr beseitigt

 

Rastatter Sperrung zeigt Risiko / "Magistrale" reift

Die "Magistrale für Europa", künftige Hochleistungsachse für den europäischen Schienenverkehr, hat ein entscheidendes Nadelöhr überwunden. Auf der Strecke, die kürzlich auch von der Sperrung bei Rastatt lahmgelegt wurde, konnte zwischen den Bahnhöfen Freilassing und Salzburg-Liefering ein drittes Gleis eröffnet werden.

Künftig können an der deutsch-österreichischen Grenze mehr Züge die Staatsgrenze über die neue Saalach-Brücke passieren.

"Wesentlich sind natürlich die infrastrukturellen Verbesserungen für den Schienenverkehr, darüber hinaus hat der Ausbau aber auch eine hohe symbolische Bedeutung und setzt ein Zeichen für eine enge Kooperation benachbarter EU-Mitgliedstaaten zum Wohle der Bürger", so OB Mentrup, Vorsitzender der Initiative "Magistrale für Europa". Zuletzt habe die fast zweimonatige Sperrung der "Magistrale" in Rastatt gezeigt, dass ein Schienennetz an der Kapazitätsgrenze ein hohes gesamtwirtschaftliches Risiko darstelle. Der Schaden der Sperrung beläuft sich insgesamt auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Forderungen nach mehr Investitionen in Ausweichstrecken und nach einem besseren Risikomanagement wurden laut. -red/bea-

 
 

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