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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Dezember 2017

Rhein-Löschboot "Pamina 1": Neue Dimension der Sicherheit

TAUFE DER "PAMINA 1": Brandmeisterin Laub, Leitender Branddirektor Geldner, Staatssekretär Stich, OB Mentrup, Staatssekretär Jäger, Bootsbauer Ebert, Pfarrer Weber, Pastoralreferent Bitsch (v.r.). Foto: Fränkle

TAUFE DER "PAMINA 1": Brandmeisterin Laub, Leitender Branddirektor Geldner, Staatssekretär Stich, OB Mentrup, Staatssekretär Jäger, Bootsbauer Ebert, Pfarrer Weber, Pastoralreferent Bitsch (v.r.). Foto: Fränkle

 

Stationiert in Karlsruhe

Die beiden Löschboote im Karlsruher Rheinhafen und im Germersheimer Hafen hatten eigentlich schon längst ausgedient gehabt, die hohen Kosten aber die notwendigen Ersatzbeschaffungen immer weiter hinausgezögert.

Bereits vor 15 Jahren regte die Oberrheinkonferenz eine länderübergreifende Zusammenarbeit an, die nun mit Indienstnahme des "Hilfeleistungslöschbootes Pamina 1" und einer Zusammenlegung der Standorte umgesetzt wird. Finanziert wurde das knapp 15 Meter lange und 1,8 Millionen Euro teure Schiff von den Ländern Rheinland-Pfalz (900.000 Euro) und Baden-Württemberg (600.000 Euro). Die Stadt Karlsruhe steuerte 300.000 Euro bei, baut zudem eine neue Bootshalle im Rheinhafen und stellt die Kernbesatzung, die bei Bedarf durch Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren ergänzt werden kann. Die Betriebskosten des Bootes, das den Rheinabschnitt zwischen Rheinmünster-Söllingen und Rheinhausen-Oberhausen abdeckt, teilen sich das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Karlsruhe.

Von einem "unglaublich wichtigen Ereignis" sprach OB Frank Mentrup bei der Taufe des Schiffes im Karlsruher Rheinhafen angesichts des zunehmenden Schiffsverkehrs auf dem Rhein, zu dem auch Gefahrguttransporte und Hotelschiffe beitragen. Entsprechend vielseitig ist die "Pamina 1" ausgestattet: Neben modernster Feuerlöschtechnik, Hydraulikfaltkran, Notstromaggregat, Radaranlage, Dynamischem Positionierungssystem und Explosionsschutz-Anlage sind Chemikalienschutz- und Überlebensanzüge, Defibriliator, Beatmungseinheit und Notfallrucksack an Bord. Mit zwei 800 PS-starken Dieselmotoren erreicht das Spezialfahrzeug Geschwindigkeiten von 60 Stundenkilometern stromauf und 75 stromabwärts. "Mit der Ersatzbeschaffung der alten Feuerwehrmehrzweckfähren wird die Gefahrenabwehr auf dem Fluss moderner und leistungsfähiger", sah Staatssekretär Randolf Stich vom Mainzer Innenministerium gar "eine neue Dimension der Sicherheit auf dem Rhein" erreicht. -fis-

 
 

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