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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Februar 2017

33. Indoor Meeting Karlsruhe: Noch eine Schippe draufgelegt

DAUMEN HOCH FÜR EIN GELUNGENES MEETING signalisierten die Sieger ebenso wie OB Dr. Frank Mentrup, KEG-Chef Martin Wacker und Meeting-Direktor Alain Blondel (vorne 2.,3.,4. von links).

DAUMEN HOCH FÜR EIN GELUNGENES MEETING signalisierten die Sieger ebenso wie OB Dr. Frank Mentrup, KEG-Chef Martin Wacker und Meeting-Direktor Alain Blondel (vorne 2.,3.,4. von links).

IM 60-METER-HÜRDENLAUF siegte Weltrekordhalterin Kendra Harrison vor Cindy Roleder (SV Halle/Saale). Fotos (2): KEG/Andreas Arndt

IM 60-METER-HÜRDENLAUF siegte Weltrekordhalterin Kendra Harrison vor Cindy Roleder (SV Halle/Saale). Fotos (2): KEG/Andreas Arndt

 

Stars begeistert vom Publikum / Messekalender erschwert Meisterschaftsbewerbungen

Eine mit 4500 begeisterten Zuschauern ausverkaufte Messehalle, ein internationales Klassefeld, interessante Wettkämpfe und das Ganze noch gekrönt von einem neuen Hallen-Europarekord der Britin Laura Muir über 3000 Meter: All das brachte die 33. Auflage des Karlsruher Indoor Meetings am vergangenen Wochenende.

„It was great“, war die neue Rekordhalterin begeistert von der Karlsruher Kulisse, die Zweite über die 60 Meter Hürden, Cindy Roldeder fand das Publikum „bombastisch“, während die Kugelstoß-Siegerin Christina Schwanitz gar das Prädikat „megageil“ parat hatte. „Ich wurde so angetrieben, ich bin richtig in den Flow gekommen“, schwärmte die für den ABC Ludwigshafen startende Lisa Ryzih und griff sogar noch dreimal den Deutschen Rekord an, nachdem sie bereits den Stabhochsprungwettbewerb gewonnen hatte. Lokalmatador Julian Howard hatte von Anfang an auf die Heimkulisse gesetzt: „Ich bin ganz ohne Druck rein und es lief einfach,“ war er mit seinen 7,97 Metern beim Weitsprung zufrieden, mit denen er Platz Zwei belegte und ebenso die EM-Norm schaffte wie sein Team-Kollege Christoph Kessler von der LG Region Karlsruhe mit Platz fünf über 800 Meter.

Nachwuchs profitiert

„Es war ein mehr als gutes Meeting“, zeigte sich Meetingdirektor Alain Blondel bei der Abschlusspressekonferenz sehr zufrieden: „Die Athleten waren begeistert vom Publikum, von der Stimmung und zahlten es mit Leistung zurück.“ Was ihn aber noch mehr freute: „Leichtathletik in Karlsruhe wird immer besser. Genau das war die Idee damals, als wir mit dem Meeting begannen“, sieht Blondel das Niveau in der Region „deutlich nach oben gegangen“.

Eine Entwicklung die auch Sportbürgermeister Martin Lenz zusammen mit einer 20-köpfigen Delegation des Landessportverbands mit Freude aufnahm. „Wo sonst haben regionale Sportler noch die Möglichkeit, sich in solch einem Rahmen zu messen und fortzuentwickeln?“ Lenz‘ Meinung nach sollte das Meeting künftig nicht mehr in Frage gestellt werden. Optimismus in diese Richtung verbreitete Martin Wacker, Geschäftsführer der durchführenden Karlsruhe Event GmbH (KEG). „Wir haben noch einmal eine Schippe draufgelegt“, stellte Wacker heraus, dass es gelungen sei, „trotz verringerten Budgets ein Welttreffen auf die Füße zu stellen“. Neben der von allen Athleten gelobten Qualität der Karlsruher Anlage, bezog Wacker in sein Lob auch auf Kampfrichter und alle ehrenamtlichen Helfer der LG Region Karlsruhe mit ein.

Gerade mit dem perfekten Zusammenwirken der professionellen und ehrenamtlichen Akteure habe man sich für nationale und internationale Meisterschaften empfohlen. Zunächst stehe jetzt die Entscheidung an, ob oder wie die IAAF World Indoor Tour fortgeführt wird, dann erst könne man den Blick auf andere Prädikate richten. Die Hauptschwierigkeit sieht Wacker allerdings darin, ein geeignetes Zeitfenster im Kalender der Messe zu finden. Aber auch diese Hürden sollten zu nehmen sein. -fis-

Siegerliste

Männer:
800 Meter: Erik Sowinski (USA) 1:46,80 Minuten (5. Christoph Kessler / LG Region Karlsruhe / 1:47,81); 1500 Meter: Silas Kiplagat (Kenia) 3:38,51; 60 Meter Hürden: Andrew Pozzi (Großbritannien) 7,44 Sekunden; Hochsprung: Pavel Seliverstau (Weißrussland) 2,30 Meter; Weitsprung: Godfrey Khotso Mokoena (Südafrika) 8,05 Meter (2. Julian Howard / LG Region Karlsruhe / 7,97 Meter).

Frauen:
60 Meter: Gayon Evans (Jamaika) 7,14 Sekunden; 800 Meter: Joanna Jozwik (Polen) 2:01,26 Minuten; 3000 Meter: Laura Muir (Großbritannien) 8:26,41 (Hallen-Europarekord); Stabhochsprung: Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) 4,67 Meter; Kugelstoßen: Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) 18,41 Meter; 60 Meter Hürden: Kendra Harrison (USA) 7,76 Sekunden.

 
 

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