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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Februar 2017

Ehrenamt: Aufeinander zugehen

DANK FÜR EINSATZ IM SINNE DES GEMEINWOHLS: EB Wolfram Jäger dankte Vertretern von Contract AG, interServ, KPMG AG, und Pneuhage Management für das Engagement ihrer Unternehmen.  Foto: Fränkle

DANK FÜR EINSATZ IM SINNE DES GEMEINWOHLS: EB Wolfram Jäger dankte Vertretern von Contract AG, interServ, KPMG AG, und Pneuhage Management für das Engagement ihrer Unternehmen. Foto: Fränkle

 

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen im Blick

Das Ehrenamt hat weiterhin Hochkonjunktur. Dies zeigte auch die Veranstaltung „Im Gespräch: gesellschaftliches Engagement von Unternehmen“, zu der Erster Bürgermeister Wolfram Jäger vor Kurzem gut 240 Teilnehmer im Bürgersaal des Rathauses begrüßte.

Ehrenamt sei „unverzichtbar für eine lebendige und solidarische Gemeinschaft“, betonte Jäger. Und findet in der Fächerstadt fruchtbaren Nährboden: „Ein Drittel der Karlsruherinnen und Karlsruher engagiert sich für gemeinnützige, kulturelle oder ökologische Zwecke“, brachte der EB in seiner Rede vor Vertretern aus dem gesamten Spektrum der Freiwilligenarbeit, von Handwerk, Industrie, Forschung, Dienstleistung, von Banken, Anwaltskanzleien und Verwaltung das gewaltige Ausmaß des Einsatzes auf den Punkt. Und kam auch gleich auf einen dafür unabdingbaren Partner zu sprechen: Die Gesellschaft brauche ebenso erfolgreiche Unternehmen, die Kompetenzen und Ressourcen für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen.

Um dem freiwilligen Engagement noch mehr Schubkraft zu geben, so Jäger, sei es notwendig, die Kompetenzen und Fähigkeiten von Ehrenamtlichen und Unternehmen zusammenzuführen, „gesellschaftliche Aufgaben gemeinsam anzugehen, Synergieeffekte zu nutzen“. Diese Aufforderung stieß bei Frank Zöller auf mehr als offene Ohren. „Soziale Verantwortung ist fester Bestandteil von mittelständischen Unternehmen und Handwerksbetrieben“, führte der Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft in seinem Vortrag als Beispiele dafür die ehrenamtlichen Tätigkeiten in Prüfungsausschüssen und eine neues Gemeinschaftsprojekt der Handwerkerschaft mit dem Zoo an.

„Gegenseitige Vorbehalte abbauen, aufeinander zugehen, miteinander ins Gespräch kommen“ fasste Moderatorin Andrea Sauermost den Tenor des Podiumsgesprächs zusammen, bei dem sich Vertreter aus Wirtschaft, Wohlfahrt, Charity und sozialen Organisationen über Voraussetzungen und Möglichkeiten gemeinsamen Handelns austauschten. Dick Doodeman vom Verein für Jugendhilfe favorisierte dabei etwa „eine Kooperationspartnerschaft auf Augenhöhe, um ein Projekt gemeinsam zu entwickeln“. Und Ulrike Sinner, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, warb für den „Marktplatz für gute Geschäfte“, auf dem am 16. Mai im ZKM-Medientheater „Ehrenamtliche und Unternehmen zum Austausch zusammenkommen“.

Erste Gespräche und Annäherungen von Vertretern der Freiwilligenarbeit und Betrieben gab es schon nach dem Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung im Foyer. Und davor ehrte Jäger noch vier gesellschaftlich engagierte Unternehmen:

Gutes getan für die Gesellschaft

Im Rahmen der Veranstaltung „Im Gespräch: gesellschaftliches Engagement von Unternehmen“ zeichnete EB Wolfram Jäger vier Betriebe mit Urkunden aus, die über ihre unternehmerische Tätigkeit hinaus beispielhaft Verantwortung für die Gesellschaft übernommen hatten. Dies war zunächst die Contract AG, die bei allen bisherigen drei Karlsruher Marktplätzen für gute Geschäfte vielfältige Kooperationen von Unternehmen und Non-Profit-Organisationen förderte. Eine Auszeichnung bekam auch die interServ Gesellschaft für Personaldienstleistungen, deren Mitarbeiter seit 2012 freiwillige Projekte organisieren und in gemeinnützigen Organisationen mitmachen. Die dritte Urkunde ging an die KMPG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die ihre Beschäftigten bis zu vier Stunden monatlich für ehrenamtliche Tätigkeit freistellt sowie ihre fachlichen Kompetenzen für gemeinnützige Zwecke einbringt. Und die Pneuhage Management GmbH als „vierte im guten Bunde“ fördert mit „Manpower“ und Stiftung soziale Kompetenzen Jugendlicher. -trö-

 
 

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