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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Februar 2017

Gemeinderat: To-Go-Behälter als Auslaufmodell?

Viel Holz, viel Öl und ganz viel Wasser wird verbraucht, um Einwegverpackungen für frisch zubereitete Speisen und Warmgetränke zu produzieren, die nach dem Gebrauch ein riesiges Müllproblem verursachen.

„Allein in Deutschland werden pro Stunde 320.000 Coffee-to-go-Einwegbecher verbraucht“ führt die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion in ihrem Antrag an, in dem sie von der Stadtverwaltung Lösungsstrategien für die Verringerung der Einwegbehältnisse in Karlsruhe fordert. „Es ist gut, wenn eine Entwicklung in Gang kommt,“ begrüßte Renate Rastätter die Antwort der Verwaltung, wonach Mehrweg-Initiativen in anderen Städten unter die Lupe genommen, die Bereitschaft der Wirtschaft geprüft und noch im ersten Halbjahr dem Ausschuss für Umwelt und Gesundheit die Ergebnisse vorgelegt werden sollen.

„Eine Studentengruppe am KIT ist bereits daran, einen Mehrweg-Fächerbecher zu entwickeln“, sah Rastätter „bei einer attraktiven Ausgestaltung ein mögliches Alleinstellungsmerkmal für Karlsruhe“. Unterstützung für den Antrag drückten Sven Maier (CDU), Dr. Raphael Fechler (SPD) und Erik Wohlfeil (KULT) für ihre Fraktionen ebenso aus wie Tom Høyem (FDP), der auf fehlende rechtliche Eingriffsmöglichkeiten der Stadt hinwies. „Zwar ist jeder Mehrwegbecher ein guter Becher, in Zusammenarbeit mit der Majolika könnte aber ein ganz besonderer Fächerbecher entstehen“, schwebte Jürgen Wenzel (FW) vor. -fis-

 
 

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