Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Februar 2017

Gemeinderat: Toiletten als Daseinsvorsorge

Öffentliche Örtchen im gesamten Stadtgebiet erachtet der Gemeinderat als für alle Bevölkerungsgruppen notwendig. Foto: Fränkle

Öffentliche Örtchen im gesamten Stadtgebiet erachtet der Gemeinderat als für alle Bevölkerungsgruppen notwendig. Foto: Fränkle

 

Plenum für Modernisierungen und einzelne Schließungen

Dass öffentliche Toiletten im Stadtgebiet auch in Sparzeiten zur Daseinsvorsorge gehören – gerade in einer alternden Gesellschaft, darüber war sich der Gemeinderat einig.

Am Ende einer sachlichen Debatte folgte das Ja zum Verwaltungsvorschlag; ergänzt um die von CDU und Grünen gewünschte Öffnung der barrierefreien Toilette im Waldstadtzentrum für Alle, ebenso der am Gutenbergplatz an Markttagen. Für Letztere hatte sich die CDU eingesetzt. Weiter betrieben wird auch das Örtchen beim Naturfreundehaus Grötzingen, in Knielingen soll es über die vor allem an Renntagen genutzte Anlage weitere Gespräche geben.

Neben 21 barrierefreien Automatiktoiletten („nagelneue Eier der Firma Wall“, so Baubürgermeister Michael Obert) und den Litfass-Säulen existieren künftig dann 18 konventionelle Aborte. Geschlossen werden aus Kostengründen die Toilette am Fliederplatz, die durch ein „Ei“ ersetzt wird, bei der Ernst-Schiele-Hütte im Bergwald und am Seminarplatz. Ausgebaut werden soll die Aktion „Nette Toilette“. Lokale, die ihre WCs öffentlich zugänglich machen, sollen dafür zwischen 100 und 200 Euro monatlich bekommen. Nachgedacht wird nach einem Test am Gutenbergplatz über ein Entgelt von 50 Cent für konventionelle Anlagen (außer für Behinderte sowie an Spiel- und Grillplätzen).

Neu errichtet werden Toiletten an drei noch zu klärenden Standorten sowie auf dem Werderplatz und in der Nottingham-Anlage. In Letzterer sollen ebenso wie auf dem Markplatz private Betreiber zum Zug kommen. Gedacht ist auch an Hinweise auf den Leitsystemen. In der Diskussion erkannte Dr. Rahsan Dogan (CDU), „ein großes Defizit der Daseinsvorsorge bei den Toiletten.“ Die Verwaltungsvorlage lobte Hans Pfalzgraf (SPD), für Gespräche in Knielingen setzten sich Johannes Honné (GRÜNE) und Lüppo Cramer (KULT) ein. Thomas H. Hock (FDP) sah vor allem ein Problem für ältere Leute, ebenso wie Dr. Paul Schmidt (AfD): „Hier geht es um Teilhabe.“ Toiletten ohne Probleme zu finden, fand Friedemann Kalmbach (GfK) „schwierig“. -cal-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe