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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Februar 2017

Global Game Jam 2017 an der Hochschule für Gestaltung: Weltweites Wellen-Wirken

WORFKLOW IM TEAM: An der HfG entwickelten Anfänger und Profis beim Global Game Jam 2017 gemeinsam binnen 48 Stunden Computerspiele. Weltweit wirkten rund 40.000 mit. Foto: Knopf

WORFKLOW IM TEAM: An der HfG entwickelten Anfänger und Profis beim Global Game Jam 2017 gemeinsam binnen 48 Stunden Computerspiele. Weltweit wirkten rund 40.000 mit. Foto: Knopf

 

Karlsruhe war Teil der internationalen Spieleentwickler-Kollaboration

Zum Zentrum für Computer-Freaks und Gamedesigner wurde vor Kurzem die Hochschule für Gestaltung (HfG). Dort ging der „Global Game Jam 2017“ über die Bühne. Dabei handelt es sich um die größte Veranstaltung dieser Art, die zudem stets gleichzeitig an verschiedenen Standorten weltweit stattfindet.

Innerhalb von 48 Stunden entwickelten nun also auch in Karlsruhe Nachwuchsentwickler vom Anfänger bis zum Profi Computerspiele. Organisiert wurde die interaktive Veranstaltung vom GameLab des Instituts für postdigitale Narrativität an der HfG.

„Es geht darum, dass die weltweite Entwickler-Community sich vernetzt, austauscht, gemeinsam etwas entwickelt. Es ist eine internationale Kollaboration. Hier kann sich jeder einbringen“, beschrieb GameLab-Leiterin Greta Hoffmann die Intention des Events mit Kultcharakter und Mehrwert. Die an der HfG und den anderen Kreativwerkstätten erschaffenen Games können politisch, sozial, künstlerisch, unterhaltend wirken. Das Kommerzielle hat keine Priorität.

Wie in jedem Jahr, den Jam gibt es seit 2009, hatte die Veranstaltung ein Motto, an dem sich alle Entwickler orientieren mussten und von dem sie erst vor Ort erfuhren. Dieses Mal hieß die Vorgabe „Waves“, also Wellen. Ganz praktisch setzten Daniel, Jamil und Stefan das Projekt um. Das Trio entwickelte ein interaktives Game, das in einer Mikrowelle spielt. Die Spielfiguren müssen den zerstörerischen Mikrowellen ausweichen, um am Ende erfolgreich zu sein. Sonst erging es ihnen wie dem zerlaufenen Käse, den die Entwickler im virtuellen Gehäuse einer Mikrowelle animiert hatten. „Zunächst einmal mussten wir die Objekte für das Spiel designen. Es ist einfach toll, wie man hier seine Fähigkeiten im Team einbringen und Neues dazulernen kann“, erklärte Informatik-Student Daniel (26). Später professionell Games zu erstellen, kann sich das Trio gut vorstellen, und ist vor Ort denkbar. Immerhin ist Karlsruhe mindestens bundesweit Game-Entwickler-Hochburg. Mit „Gameforge“ und „Flaregames“ sitzen hier führende Unternehmen.

Am Global Game Jam nahmen 2016 rund 30.000 Entwickler in 93 Ländern teil, nun sollen es sogar 40.000 gewesen sein. „Wir möchten Erfahrungen generieren, neue Technologien und Werkzeuge ausprobieren. Die Kooperation steht im Fokus, nicht der Wettbewerb“, zog Gamedesigner Martin Nerukar ein verbreitetes Resümee. -voko-

 
 

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