Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Februar 2017

Sicherheit: Sorgenfrei zur Fastnacht

UNBESCHWERTE STRASSENFASTNACHT: Das fröhliche Helau soll auch ein umfangreiches Sicherheitskonzept garantieren. Archivfoto: Fränkle

UNBESCHWERTE STRASSENFASTNACHT: Das fröhliche Helau soll auch ein umfangreiches Sicherheitskonzept garantieren. Archivfoto: Fränkle

 

Umfangreiches Konzept für Sicherheit bei Umzügen

Auch in der Fächerstadt steuert die fünfte Jahreszeit mit der Straßenfastnacht ihrem finalen Höhepunkt entgegen. Den Reigen eröffnet am Sonntag der Grötzinger Narrensprung, am 26. Februar ziehen Motivwagen und Fußgruppen durch Durlach. Den Abschluss der närrischen Trias bildet am Fastnachtsdienstag der Karlsruher Umzug.

Damit Teilnehmer und Besucher unbeschwert ins närrische Treiben eintauchen können, haben Stadt, Polizei und Rettungsorganisationen für die drei Umzüge ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet. Dies baut zum einen auf Erfahrungen der vergangenen Jahre auf, „trägt aber auch aktuellen Entwicklungen Rechnung“, betonte Dr. Björn Weiße am Dienstag vor den Medien. Der Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts meinte damit vor allem mobile Barrieren durch Lastwagen, die nach den Anschlägen in Nizza und auf dem Berliner Weihnachtsmarkt erstmals die drei Karlsruher Umzüge vor Terrorakten mit als Waffen heranfahrenden Lastwagen schützen sollen.

Die Sicherheitslage sei entspannt, es gebe „keinerlei Hinweise auf Anschläge“, dennoch werde die Polizei ihre Präsenz verstärken, unterstrich Einsatzführer Dieter Hoffert. Weiter gebe es Videoüberwachung an neuralgischen Stellen. Damit wollen die Einsatzkräfte vor allem auch dem „Hauptproblem“, so Hoffert, begegnen: Störungen und Randale durch alkoholisierte Jugendliche.

Alkoholmissbrauch vorbeugen sollen Jugendschutzteams, die Kinder und Jugendliche im Auge haben. Diejenigen, die Hilfe brauchen, finden sie auf durch Beachflags erkennbaren SOS-Inseln. Der Sanitätsdienst richtet leitendem Notarzt Dr. Christoph Nießner zufolge medizinische Zentren ein und ist an der Strecke präsent. Damit die Helfer im Notfall die Eltern erreichen, sollten diese ihren Kindern, so Nießner, „einen Zettel mit Telefonnummer und Name mitgeben“. Weiter sollten Besucher auf ihre Verkleidung achten und, so Weiße, „etwa auf irritierende Kostümierung mit Plastikwaffen verzichten“.

Flyer mit Tipps für die Sicherheit

Das Ordnungsamt hat zusammen mit der Karlsruhe Event GmbH einen Flyer erstellt, der die Besucher der drei Fastnachtsumzüge über das Thema Sicherheit informiert. Das Faltblatt im Westentaschenformat gibt auch Tipps, was zu tun ist, wenn es zu Zwischenfällen wie Belästigungen, Pöbeleien, Alkoholmissbrauch, aber auch zu Unwetter oder Feuer kommt. Der Flyer liegt in Bürgerbüros und Geschäften aus und wird natürlich auch auf den Umzügen selbst verteilt. -trö-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe