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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Februar 2017

Werderplatz: Es gibt keine einfache Lösung

SUCHE NACH LÖSUNGEN: Die CDU-Fraktion des Gemeinderats war auf dem Werderplatz zum Gespräch mit Anwohnern. Foto: Fränkle

SUCHE NACH LÖSUNGEN: Die CDU-Fraktion des Gemeinderats war auf dem Werderplatz zum Gespräch mit Anwohnern. Foto: Fränkle

 

CDU-Fraktion am Werderplatz / Belebung und Alkoholverbot als Ansätze zur Abhilfe

Müll, Drogenmissbrauch, vor allem Lärm und Pöbeleien durch Betrunkene: Die Situation am Werderplatz führt bei Anwohnern und Gewerbetreibenden verstärkt zu Unbehagen und Unsicherheit.

Nach Wegen, die Situation am zentralen und beliebten Ort der Südstadt zu entschärfen, suchte die CDU-Fraktion des Gemeinderats vor Kurzem bei einem Vor-Ort-Gespräch mit Bewohnern, Bürger-Gesellschaft, Vertretern von Polizei, Sozialverbänden, städtischen Ämtern. „Ungeduld ist angebracht“, wollte der CDU-Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch, der die lebendige Diskussion moderierte, mögliche Lösungen nicht auf Monate hinaus „bis runde Tische zu Ergebnissen kommen“ verschieben, sondern im direkten Gespräch mit Betroffenen und Experten Ansätze dazu erarbeiten.

Und Vorschläge kamen so einige zustande. Wie der, dass Belebung durch Außenbewirtschaftung ansässiger Gastronomiebetriebe zu sozialer Kontrolle und Beruhigung betragen könne. Dazu muss der gültige Bebauungsplan geändert werden - ein Ansinnen, das bei Kommunalpolitik wie Ordnungsamt (OA) auf offene Türen stieß. Wenn die Landesregierung 2018 ein zeitlich beschränktes Alkoholverbot auf Plätzen ins Polizeigesetz aufnehme, könne dies auch auf dem Werderplatz in Frage kommen, nannte OA-Chef Dr. Björn Weiße eine weitere Möglichkeit.

Weiter gelte es verstärkt, günstigen Wohnraum zu schaffen. Dies sah der Direktor des Diakonischen Werks, Wolfgang Stoll, als Mittel, um das Problem der aus winzigen Wohnparzellen im Umfeld auf den Werderplatz drängenden südosteuropäischen Mieter in den Griff zu bekommen. Für die Gesamtsituation gebe es indes keine einfache Lösung. Stoll: „Die muss genau so vielschichtig sein wie die Problemlage.“ -trö-

 
 

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