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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Februar 2017

Klimaschutz: Wärmebrücken aufzeigen

ENERGETISCHE SCHWACHSTELLEN macht eine Wärmebildkamera sichtbar. Bernd Gewiese (KEK, Mitte) demonstrierte dies und dass auch menschliche Wärme aufschlussreich ist. Foto: Knopf

ENERGETISCHE SCHWACHSTELLEN macht eine Wärmebildkamera sichtbar. Bernd Gewiese (KEK, Mitte) demonstrierte dies und dass auch menschliche Wärme aufschlussreich ist. Foto: Knopf

 

Thermografie-Tour in Knielingen mit Infrarot-Kamera zu häuslichen Schwachstellen und Potenzialen

Zu einem erkenntnisreichen Thermografie-Spaziergang lud vorige Woche die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) nach Knielingen ein. Wie Rintheim oder Wettersbach zählt der Stadtteil im Westen der Fächerstadt zu den Quartieren, in denen Wohnungseigentümer zurzeit mit Hilfe der KEK-Experten Einsparpotenziale durch eine energetische Sanierung aufgezeigt bekommen können.

Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, auf diese Weise einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, erhalten außerdem Informationen darüber, welche Fördermittel verfügbar sind und wie diese in Anspruch genommen werden können. Um anschaulich zu demonstrieren, um was es geht, kam beim Thermografie-Spaziergang im Auftrag des städtischen Umwelt- und Arbeitsschutzes eine Infrarot-Kamera zum Einsatz.

Bei winterlichen Temperaturen machte die Kamera WärmeSchwachstellen sowie eingedrungene Feuchtigkeit in der Gebäudehülle sichtbar. Die Aufnahmen ermöglichen so ein besseres Verständnis des Zustands der Fassade und somit des Energiehaushalts des Gebäudes, seiner Bewohner. Für den Rundgang trafen sich 18 Teilnehmer im katholischen Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Pfarrei. Auch Umweltbürgermeister Klaus Stapf war mit von der Partie und erläuterte die Bedeutung energetischer Sanierung. Man könne durch Energie-Effizienz signifikant Geld sparen, den Wohnkomfort steigern und dazu eben noch etwas für das geschundene Klima tun.

In der Herwegh- und der Struvestraße inspizierten die Bürger unter Anleitung von Bernd Gewiese und Dirk Vogeley (beide KEK) exemplarisch Gebäude von außen. „Wir möchten das Bewusstsein für Wärmebrücken schärfen. Die Kamera ist ein gutes Mittel, um dies greifbar zu machen“, so Vogeley. Mängel in der Isolation am Rollladenkasten oder bei der Gurtführung wurden via Wärmebildkamera visuell deutlich. Das sorgte für manch Aha-Erlebnis bei der vorerst letzten mehrerer Info-Touren, die auch in Alt-Rintheim stattfanden.

Die KEK-Profis gaben Tipps zu möglichen Sanierungsmaßnahmen. Dachsanierung oder Fassadendämmung zählen zu den Optimierungsmöglichkeiten. Und: „Gerade alte Eingangstüren sorgen für Wärmeverluste“, erklärte Gewiese. Mit der Resonanz war das KEK-Duo mehr als zufrieden „Die Eigentümer waren alle sehr interessiert“, betonten beide unisono. In Knielingen ist die kostenlose Erstberatung abgeschlossen, für Nachzügler aber noch via KEK buchbar unter Telefon 4808822. -voko-

 
 

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