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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Februar 2017

Kultur: Nach allen Regeln der Kunst

TIERISCHES SELFIE ODER WAS? Der Affe mit dem goldenen Handy am Stand der Majolika auf der „art“ ist ein echter Hingucker. Foto: Fränkle

TIERISCHES SELFIE ODER WAS? Der Affe mit dem goldenen Handy am Stand der Majolika auf der „art“ ist ein echter Hingucker. Foto: Fränkle

GROSSARTIGE ART: 211 Galeristen aus elf Ländern zeigen noch bis Sonntag in den vier Hallen der Messe Karlsruhe, wofür sie stehen und welche Künstler sie im Programm haben. Foto: Fränkle

GROSSARTIGE ART: 211 Galeristen aus elf Ländern zeigen noch bis Sonntag in den vier Hallen der Messe Karlsruhe, wofür sie stehen und welche Künstler sie im Programm haben. Foto: Fränkle

DER SUMO-RINGER von Nanako Shikata ist Sinnbild und Klischee für eine ferne Kultur. Foto: Fränkle

DER SUMO-RINGER von Nanako Shikata ist Sinnbild und Klischee für eine ferne Kultur. Foto: Fränkle

 

Bis Sonntag ist die „art“ Karlsruhe Szenetreff für Sammler / Sonderschau Druckgrafik

Eine Frage wiederholt sich in schöner Regelmäßigkeit. Die nach dem Erfolgsrezept der „art“ Karlsruhe, der internationalen Verkaufsschau für Klassische Moderne und zeitgenössische Kunst in der Messe Karlsruhe.

Angesichts unzähliger globaler und lokaler Biennalen sei das nicht selbstverständlich, insistierte auch Fernsehjournalistin Tina Mendelsohn beim Pressegespräch zum Auftakt. Und so wurden Kurator Ewald Karl Schrade und Messechefin Britta Wirtz nicht müde, das Phänomen „art“ zu erläutern. Unaufgeregt, sympathisch, im Sammlerland Baden-Württemberg verwurzelt und nicht nach Trends schielend, agiere sie „auf Augenhöhe“ mit Galerien, Produzenten und Käufern und biete dem „Kunstsammeln ein Zuhause“ (Wirtz).

Noch bis Sonntag locken unter dem Slogan „Entdecken. Lieben. Sammeln“ 211 Aussteller - darunter 52 aus dem Ausland und 30 Neuzugänge - mit 193 One-Artist-Shows und 19 Skulpturenplätzen geschätzte 50000 Besucherinnen und Besucher zum Szenetreff. Und außer „gewissen Selbstverständlichkeiten“ legt Schrade Wert darauf, immer wieder mit Sonderschauen wie der in Halle 1 mit Zeichnungen, Collagen und Objektkunst des französischen Cartoonisten und Illustrators Tomi Ungerer zu überraschen. Präsentiert werden bei der „art“ 120 der 17000 Werke umfassenden Ungerer-Kollektion des schwäbischen Unternehmers Reinhold Würth. Die europäische Idee belebt „Retour de Paris“. Seit 30 Jahren verbringen junge Künstler im Zuge baden-württembergischer Atelierstipendien an der Cité Internationale des Arts sechs Monate in der französischen Hauptstadt. Was dabei entstand, wird ebenso exponiert auf Sonderflächen gezeigt wie erstmalig eine kuratierte Schau mit 119 druckgrafischen Beiträgen aus dem Programm der ausstellenden Galerien. „Eine fabelhafte Geschichte“ sei das geworden, gibt sich Schrade stolz, der Druckgrafik bei der „art“ zu neuem Schwung verhelfen zu können.

SWR2, das Kunstmagazin monopol oder das Symposium ARTIMA art meeting begleiten die „art“ mit Beiträgen, Sendungen und Gesprächen. Am heutigen Freitag um 14 Uhr geht es im Forum der dm-Arena (Halle 4) etwa um „Gestaltung in digitalen Zeiten“. Mit dabei ist Kuratorin Susanne Pfeffer, die in diesem Jahr den deutschen Pavillon der Biennale in Venedig betreut. Des Weiteren findet sich im Programm die Kür des besten Messeauftritts mit dem „art-Karlsruhe-Preis“ von Stadt und Land. Die mit 15000 Euro dotierte Auszeichnung wird heute um 17 Uhr zum zehnten Mal verliehen und feiert damit ein kleines Jubiläum. Geöffnet ist die „art“ täglich von 12 bis 20 Uhr, am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 20, ermäßigt 16 Euro. Ab 17 Uhr (Sonntag 16 Uhr) gilt der Abendtarif zu 14 Euro. Infos: www.art-karlsruhe.de. -maf-

 
 

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