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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Februar 2017

Tiefbauamt: Win-win-Situation für alle Partner

SCANNER: Jan Baumgardt, Ludger Strickfaden, Hüseyin Uz und Miriam Sturm (vorne von links) gehören zum BZKA-Team. Foto: Fränkle

SCANNER: Jan Baumgardt, Ludger Strickfaden, Hüseyin Uz und Miriam Sturm (vorne von links) gehören zum BZKA-Team. Foto: Fränkle

 

Quintett der BZKA digitalisiert für Tiefbauamt Archiv der Grundstücksentwässerung

Jeden Morgen machen sich Jan Baumgardt, Ludger Strickfaden, Caroline Sussmann, Miriam Sturm und Hüseyin Uz auf den Weg ins Rathaus. Gehen an ihren Arbeitsplatz im Tiefbauamt, helfen dort entscheidend mit, dass sich das Archiv der Stadtentwässerung nach und nach in ein modernes Verwaltungssystem verwandelt.

Eine gewaltige Aufgabe: Der Bestand im Archiv reicht bis ins Jahr 1875 zurück und umfasst insgesamt 80.000 Akten, die Auskunft über Lage und Art der Abwasserleitungen im Boden bebauter Grundstücke geben. Die gilt es alle zu digitalisieren.

Mit 500.000 gescannten Seiten hat das Quintett dabei die Hälfte schon erreicht. Doch die beiden Frauen und drei Männer, die seit fast fünf Jahren monatlich etwa 600 Akten auf digitale Träger bringen, sind keine Angestellten der Stadt. Sie sind alle Beschäftigte der BZKA (Beschäftigungszentrum Karlsruhe). Das Tochterunternehmen der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften (HWK) hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Im Tiefbauamt (TBA) erfüllen die fünf BZKA-Beschäftigten ihre Arbeit als Dienstleister in Sachen Digitalisierung zur größten Zufriedenheit des Auftraggebers. Das Team gehe „engagiert, gewissenhaft und mit großer Genauigkeit“ seiner Tätigkeit nach, zog TBA-Leiter Martin Kissel auf der jüngsten Sitzung des BZKA-Verwaltungsrats „eine überaus erfolgreiche Zwischenbilanz“ der Zusammenarbeit von Stadt und Integrationsfirma. Bürgermeister Michael Obert sprach gar von einer „echten Win-win-Situation“ für alle Beteiligten. Er meinte damit neben den Vorteilen für die Partner BZKA und Tiefbauamt vor allem das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap im Arbeitsalltag.

Das nach Vorbild der Stadt Ludwigshafen ins Leben gerufene Kooperationsprojekt, das Kissel damals noch als Abteilungsleiter der Stadtentwässerung und der frühere BZKA-Geschäftsführer Willi Rast initiiert hatten, ging im Mai 2012 im Tiefbauamt an den Start. Zehn Rollschränke voller Akten belegten da die Räume der Stadtentwässerung. Sechs sind inzwischen verschwunden, die Inhalte digitalisiert. Doch in den verbleibenden vier Schränken wartet noch reichlich Arbeit auf das BZKA-Quintett. -trö-

 
 

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