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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Januar 2018

Stadthallenmodernisierung: Bei Zeit und Kosten voll im Plan

IM BRAHMSSAAL DER STADTHALLE: Architekt Kraemer, EB Luczak-Schwarz, Stadtrat Zeh, OB Mentrup, Bürgermeister Käuflein und Obert, Stadträte Kalmbach und Brenk, Bauleiter Richter (v.l.)  Foto Fränkle

IM BRAHMSSAAL DER STADTHALLE: Architekt Kraemer, EB Luczak-Schwarz, Stadtrat Zeh, OB Mentrup, Bürgermeister Käuflein und Obert, Stadträte Kalmbach und Brenk, Bauleiter Richter (v.l.) Foto Fränkle

 

Unerwartet hohe Schadstoffmengen erfordern fast Komplettaustausch der Installation

„Ihre Ideen im neuen Licht. Ab 2019“ wirbt die Karlsruher Messe und Kongress GmbH (KMK) auf Ihrer Internetseite schon für Buchungen der modernisierten Stadthalle ab Herbst 2019. Über den Stand der Bauarbeiten informierten sich am Dienstag OB Mentrup, Erste Bürgermeisterin Luczak-Schwarz, die Bürgermeister Obert und Käuflein sowie mehrere Gemeinderäte.

Seit Juli wurden bereits über 20 Kilometer Rohre und Kanäle, 150 Kilometer Kabel, 1.600 Brandmelder und über 2.500 Leuchten demontiert, erläuterten Architekt Matthias Kraemer und Bauleiter Heiko Richter von der SSP AG die laufenden Demontage- und Rückbauarbeiten, die einige Unbekannte zu Tage brachten. So mussten 57 Tonnen Isolierung mit schadstoffhaltigen Mineralfasern (KMF) und 2,7 Tonnen astbesthaltiges Material in abgeschotteten Bereichen aufwendig entfernt und entsorgt werden. „Schadstoffe waren in den Umfang nicht zu erwarten, weil unter dem laufenden Betrieb vorab keine größeren Bauteilöffnungen für weitere Überprüfungen möglich waren“, hält Bauleiter Richter fest. So werde aus dem geplanten Teilaustausch der Installation ein „Nahezu-Komplettaustausch“, statt einem Bauablauf von „Unten nach oben“ wurden die Arbeiten in 52 Funktionsbereiche aufgeteilt, damit vieles parallel laufen kann.

Nach dem derzeitigen Stand werde man nicht nur den Kostenrahmen von 58,3 Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme einhalten, sondern auch bis September 2019 die Stadthalle wunschgemäß hergerichtet haben, wie sein soll, versprach Architekt Krämer: „freundlicher, heller und technisch zeitgemäßer“. Dabei gehe es in allen Bereichen über einen „Austausch eins zu eins“ hinaus. Der Brahmssaal mit seinen 1.800 Plätzen erhalte etwa eine konzertreife Akustik und auch optisch werde die gesamte Halle mit allen Sälen in neuem Glanze erstrahlen. Die „Holzlastigkeit“ verschwinde zugunsten einer Weißoptik an Decken und Wänden. „Wir ziehen den Hut, wenn bei diesem ästhetisch und technisch so anspruchsvollen Projekt, alles so ineinandergreift wie aufgezeigt und das Ganze auch noch in dem vorgegebenen Zeitrahmen so klappt“, zeigte sich OB Mentrup nach dem Rundgang „schwer beeindruckt“.

Was und wie das Herz des Kongresszentrums modernisiert wird, zeigt die KMK auf der Internetseite www.kongress-karlsruhe.de unter der Rubrik „Stadthalle 2.02.00“ -fis-

 
 

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