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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Januar 2018

Gemeinderat: Sporthallenneubau im Eiltempo

DIE NEUE SPORTHALLE soll auf dem Gelände zwischen der Elisabeth-Selbert-Schule (links) und der Hermann Veit-Straße mit den Parkflächen vor dem Carl-Kaufmann-Stadion (rechts) gebaut werden. Foto: Fränkle

DIE NEUE SPORTHALLE soll auf dem Gelände zwischen der Elisabeth-Selbert-Schule (links) und der Hermann Veit-Straße mit den Parkflächen vor dem Carl-Kaufmann-Stadion (rechts) gebaut werden. Foto: Fränkle

 

Dreifeldhalle bei der Elisabeth-Selbert-Schule soll bis September 2019 fertig sein

Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Bau einer Dreifeldhalle bei der Elisabeth-Selbert-Schule in Fertigbauweise für rund 13,5 Millionen Euro. Die Halle soll für 1.500 Zuschauer Platz bieten, um ab September 2019 neben dem Schulsport ebenso für Basketballspiele bis zur zweithöchsten Spielklasse zur Verfügung zu stehen.

Damit kann die Halle auch Heimstatt für die PSK Lions werden, die nach der nicht realisierbaren Errichtung einer Leichtbauhalle nur mit einer Ausnahmegenehmigung ihre ProA-Spiele in der Europahalle austragen dürfen. Bei der Standortwahl für den Neubau war das dort bereits vorhandene Baurecht, die gute verkehrliche Anbindung sowie die vorhandene Parkplatzinfrastruktur entscheidend.

Angesichts der aktuellen Notsituation stimme die CDU-Fraktion dem Bau an dieser Stelle und ohne kostenkontrollierte Planung zu, erklärte Detlef Hofmann. Wegen des seit Jahren bekannten Fehlbedarfs an großen Sporthallen sowie einer reinen Ballsporthalle warte man aber "sehnsüchtig auf Prüfergebnisse" und eine Prioritätenliste. "Ohne Druck würden wir nicht zustimmen" hielt Michael Zeh (SPD) fest, dass "erstmals seit 20 Jahren bei einem städtischen Gebäude auf einen Architektenwettbewerb verzichtet werde". Für die schnelle Lösung sei man nicht mit ganzem Herzen. "Der Standort ist der geeignetste und wir gehen davon aus, dass die Zeiteinsparung von 18 Monaten gegenüber einer konventionellen Bauweise funktioniert", begrüßte Ekkehard Hodapp (Grüne) den "Einstieg in die Lösung der Karlsruher Hallenproblematik". Auch für Max Braun (KULT) war der Neubau die "einzige Möglichkeit im eng getakteten Zeitplan". Für die schnelle und preiswerte Umsetzung in Fertigbauweise sprach sich auch Karl-Heinz Jooß (FDP) aus. Nach Meinung von Dr. Paul Schmitt (AfD) könne der "Kauf von der Stange" ebenso für die weitere Bedarfsdeckung geeignet sein. "Es handelt sich um eine einzeln gefertigte Halle für unsere Zwecke", stellte OB Mentrup klar, wobei die Angebote zudem unterschiedliche gestalterische Vorschläge erwarten lassen. "Nicht immer kann die Stadt für alle Fälle gleich die richtige Sportstätte bereitstellen", merkte Mentrup in Richtung Jürgen Wenzel (FWG) an, der seinen auf den Neubau einer Erstligatauglichen Halle gerichteten Ergänzungsantrag wieder zurückzog. -fis-

 
 

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