Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Januar 2018

Verkehr: Großbaustellen auf Hauptverkehrswegen

Straßenbaumaßnahmen des Regierungspräsidiums Karlsruhe / Staus vorprogrammiert bei Rheinbrücken-Sanierung und Fahrbahnerneuerung auf der A5

Rund 75 Millionen Euro lässt das Regierungspräsidium Karlsruhe dieses Jahr in Erhaltungsmaßnahmen von Bundesfern- und Landesstraßen fließen. Bei einer Pressekonferenz wurden jetzt auch drei Projekte vorgestellt, die sich auf den Verkehrsfluss in und um Karlsruhe herum auswirken werden.

Bereits für Mai ist die Behebung von Schäden am Wettersbachviadukt auf der A8 geplant. Innerhalb von vier Wochen werden vorwiegend in Nachtarbeit die Fahrbahnübergänge in Richtung Stuttgart ersetzt. Die Gegenseite ist für das nächste Jahr vorgesehen.

Von Mitte Juni bis November soll die 21 Millionen Euro teure Sanierung des zehn Kilometer langen A5 Abschnittes ab Ettlingen West in Richtung Basel dauern. Wie bei der Sanierung der Gegenseite 2017 stehen dann nur noch zwei der drei Fahrbahnen zur Verfügung.

RHEINBRÜCKENSANIERUNG

13 Millionen Euro sollen die Sanierungsarbeiten an der Rheinbrücke Maxau kosten, die von August 2018 und bis Dezember 2019 geplant sind. "Die vor über 50 Jahren in Betrieb genommene Brücke war ursprünglich für 30.000 Fahrzeuge ausgelegt, heute rollen im Schnitt täglich 80.000 darüber", erläuterte der leitende Baudirektor Jürgen Genthner die Notwendigkeit der Sanierung. Durch die Verkehrsbelastung sei der ursprünglich sieben Zentimeter dicke Belag über der zwölf Millimeter starken Stahlfahrbahnplatte auf stellenweise nur noch zwei bis drei Zentimeter zusammengedrückt worden. Dieser müsse nun vollständig entfernt werden, bei der Stahlplatte selbst geht man nur von kleineren Schäden aus, die "punktuell geschweißt werden können". Im Moment werden die Angebote für die Durchführung der Arbeiten geprüft, zu denen auch die Verbesserung der Entwässerung und neue Fahrbahndecken für die Rad- und Fußwege gehören. Bis zum 29. März soll der Auftrag vergeben werden.

Vor dem Beginn der "verkehrsrelevanten" Baumaßnahmen seien noch Vorarbeiten notwendig, weil der "hochfeste Beton" der eingebaut werden soll, bei einem Projekt dieser Größenordnung noch nicht erprobt sei. "Unter der Brücke, beim Yachthafen wird eine Probefläche von rund 1.000 Quadratmetern angelegt, der Beton aufgebracht und dann geprüft, ob das Material den Festigkeitsansprüchen genügt oder die Zusammensetzung geändert werden muss," geht Genthner davon aus, dass planmäßig ab August die Arbeiten auf der Brücke beginnen und dann nur noch vier statt sechs Spuren zur Verfügung stehen. An vier Wochenenden müsse die Brücke sogar voll gesperrt werden, weil der Belag in vier Abschnitten und ohne Schwingungen durch laufenden Verkehr aufgebracht werden müsse. Über die gesamte Sanierung und die Verkehrsbeeinträchtigungen wird am 21. Februar in einer öffentlichen Veranstaltung in Maximiliansau informiert, dabei werden dann ebenso die auf pfälzischer Seite im gleichen Zeitraum anstehenden Sanierungsarbeiten am "Wörther Trog" vorgestellt. -fis-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe