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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Februar 2018

Fastnacht: Große Umzüge der Narrenzunft

Archivfoto: Fränkle

Archivfoto: Fränkle

 

Das Wetter außergewöhnlich mild, die Stimmung gelöst, Umzugsteilnehmerzahl rekordverdächtig: Der Grötzinger Narrensprung voriges Wochenende vor rund 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauern mit 77 Fußgruppen, ganz vielen Hästrägern und Guggemusik war ein guter Auftakt. So soll es bei den Umzügen in Durlach und Karlsruhe weitergehen. Mit bewährtem Sicherheitskonzept. Einsatzkräfte wiesen alkoholisierte jugendliche Störenfriede in die Schranken. Diese Konsequenz bleibt – für friedliche Brauchtumspflege. Die wird auch durch Sperren und städtische Fahrzeuge als Blockaden geschützt.

Buntes Treiben herrscht am Sonntag, 11. Februar, wenn rund 70 Gruppen auf Auemer und Durlacher Straßen Heiterkeit und kleine Köstlichkeiten verteilen. Aufstellung ab 12 Uhr in der Rommelstraße. Dann bewegt sich der Umzug ab 14.11 Uhr von der Auer Straße über unter anderem Hildebrand- und Pfinztalstraße bis zur Weiherhofhalle. Um „Dorlach jubelt, lacht und singt, wenn der Narr das Zepter schwingt“ mit Leben zu füllen.

„Des isch Fastnacht“, heißt es stadtweit über (Citylight-)Plakate, die für Karlsruhes Umzug (unser Bild) am Fastnachtsdienstag, 13. Februar, werben. Der Präsident des Festausschusses Karlsruher Fastnacht, Michael Maier, ist erstmals federführend. Vorgänger Jürgen Olm will nach 30 Jahren Regie vom Wagen aus zählen, wie viele Menschen sich an sieben mal elf Umzugsgruppen erfreuen. Diese schicken drei Böllerschüsse um 14.11 Uhr auf die Reise. Die Aufstellung erfolgt um 12 Uhr auf dem Adenauerring – in umgekehrter Reihenfolge. So ziehen die Gruppen am Tross vorbei, um ab dem Durlacher Tor mit dem Werfen zu beginnen. Es werden einige Tonnen verteilt, für die jeder Verein in die eigene Tasche greift. Entlang der Kaiser- und Karlstraße gibt es Gastro-Stellen und drei Moderationen (Karl-Friedrich-, Wald- und Mathystraße) sowie die Familienzone südlich der Kriegsstraße. Von da verkehrt der Umzug bis zum Festplatz, ehe ab 16.33 und 17.11 Uhr in der Gartenhalle Kehraus und Party anstehen.

Für bestmögliche Sicherheit und ihr Empfinden zeigt die Polizei auch offen Präsenz. Der KSC schafft 200 Ordner, das Tiefbauamt acht Tonnen Material heran. Das DRK richtet eine Erstversorgungsstelle in der Stadtbibliothek ein; 120 Helfer, ein leitender Notarzt. Bei aller Um- und Vorsicht gilt dem Motto Herzblut: „Bei Karlsruh‘s Umzug lässt ma‘s krache, ‘s gibt Fastnacht pur un‘ viel zu lache“. Dazu trägt auch der Karlsruher Verkehrsverbund mit seiner NarrenKarte bei: 26 Euro erlauben bis zu fünf Personen beliebig viele Fahrten vom Schmotzgen Donnerstag bis Aschermittwoch, täglich von 9 bis 6 Uhr. -mab-

 
 

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