Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Februar 2018

KULT-Fraktion: Die User im Netz abholen

KULT IM ZKM: Bei der öffentlichen Fraktionssitzung führte zunächst Peter Weibel (r.) die Teilnehmer durch „Open Codes“. Foto: Knopf

KULT IM ZKM: Bei der öffentlichen Fraktionssitzung führte zunächst Peter Weibel (r.) die Teilnehmer durch „Open Codes“. Foto: Knopf

 

Zu einer öffentlichen Fraktionssitzung im ZKM lud kürzlich die KULT-Fraktion (Karlsruher Liste, Die Partei, Piratenpartei) des Gemeinderats. Unter dem Slogan „Künstlerische Information trifft auf politische“ besuchten Kommunalpolitiker und Gäste zunächst die Ausstellung „Open Codes“, erläutert von ZKM-Vorstand Peter Weibel, ehe Themen wie „Livestream aus dem Gemeinderat“, „Kommunalpolitik in Zeiten von Sozialen Medien“ und „Intermodalität durch Digitalisierung“ diskutiert wurden.

Zu den Haushaltsreden des Doppelhaushalts 2019/20 plant die Verwaltung einen Livestream aus dem Gemeinderat inklusive Archivierung und späteren Abruf. KULT begrüße die Live-Berichterstattung und die damit einhergehende Transparenz, sagte eingangs Fraktionschef Erik Wohlfeil . Im ZKM beschäftigte sich die Fraktion speziell mit dem Thema Datenschutz. „Es geht um das Recht am eigenen Bild. Im Grunde müsste jeder einzelne Stadtrat vorher gefragt werden“, sagte Wohlfeil. Ein Vorschlag lautete, die Personen, die nicht ins Livebild möchten, zu verpixeln.

Es wurde ferner von einem Projekt berichtet, in dem Echtzeit mit 90 Sekunden Verzögerung gesendet werde, damit das Bild gestoppt werden könne, wenn eine Person nicht im Live-Stream erscheinen möchte. Stefan Glause (Die Partei) betonte die Notwendigkeit der Aufzeichnung, damit man in einer stundenlangen Sitzung das Thema heraussuchen könne, das einen interessiere. Wie wichtig Informationen über Kommunalpolitik in Zeiten der Social Media sei, ergänzte Wohlfeil. „Viele Menschen haben keine Zeitung abonniert. Die meisten informieren sich über Social Media. Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie sind.“

Wie man mit diversen öffentlichen Verkehrsmitteln eine Strecke (etwa Verknüpfung Bahn, Bus, Leihrad) bewältigen könne, referierte Stadtrat Uwe Lancier. „Es geht darum, intelligent in der Stadt unterwegs zu sein“, sagte er und nannte das Projekt „Regio Move“: -voko-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe