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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Februar 2018

Gemeinderat: Fragen und Antworten

ALLES TUN wollen KVV und AVG, damit es keine personalbedingten Bahnausfälle gibt und die Fahrgäste zufrieden sind. Foto: Fränkle

ALLES TUN wollen KVV und AVG, damit es keine personalbedingten Bahnausfälle gibt und die Fahrgäste zufrieden sind. Foto: Fränkle

 

Bundesteilhabegesetz
Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes für Menschen mit Behinderungen, nach der die SPD-Fraktion die Verwaltung fragte, geschieht in Karlsruhe schrittweise. Laut Bürgermeisteramt gibt es noch keine verbindlichen Richtlinien. Bisherige Regelungen im Gesamtplanverfahren der Eingliederungshilfe werden ab 2018 erweitert und präzisiert, ein Fragebogen oder ein Checkliste zur Ermittlung des Rehabilitations- oder Teilhabebedarf wird eingeführt. Ab 2020 werden Freibeträge erhöht, ab 2023 wird der Zugang zur Eingliederungshilfe neu ausgestaltet. Ab 2018 soll es ein landesweites Instrument zur Bedarfsermittlung geben, der Bund finanziert niederschwellige Beratungsangebote, über die Kostenverteilung zwischen Stadt und Land, vor allem wegen höheren Personalbedarfs wird noch verhandelt.

LED-Straßenbeleuchtung
Straßen-LEDs haben eine „neutralweiße“ Lichttemperatur von 4000 Kelvin als sinnvollem Kompromiss zwischen Energieeffizienz und Lichtwirkung erfuhr KULT. Montiert sind sie in Aufsatzmontage ohne Abschirmung, Lichtverschmutzung wird durch optimale Planung zu beleuchtender Flächen vermieden. Verkehrswege werden separat beleuchtet, unter Vermeidung eines Lichttunnel-Effektes, temporäre Beleuchtung ist unwirtschaftlich. Entsprechend der Norm begutachten die Stadtwerke regelmäßig Beleuchtungssituationen. Zur Schonung von Insekten wird Lichtabstrahlung nach oben vermieden, sind Leuchten staubdicht, ist die Gehäusetemperatur auf 60 Grad beschränkt, gibt es eine Nachtabsenkung von 23 bis 6 Uhr. Ausgediente LEDs nehmen die Hersteller zurück und entsorgen sie bei nahezu 100-prozentiger Stoffverwertung.

Zugausfälle bei der AVG
Die massiven Zugausfälle in der ersten Dezemberhälfte 2017 beruhen auf kurzfristigen Krankheitsausfällen teilte das Bürgermeisteramt der Linken mit. Reservedienste wurden zum Abbau von Überstunden und Urlaubstagen eingesetzt. Wegen falscher Personalbedarfsrechnung sowie nicht ausreichender Nachsteuerung fehlten vor 2014/15 rund 60 Fahrer. Gebraucht hätte man im Dezember 2017 exakt 375,9 Stellen, es fehlten 35,9. Zum einen wegen Nachbesetzung von Stellen in der Leitstelle und der Übernahme von Leistungen des AVG-Subunternehmers DB Regio AG im Raum Heilbronn, der noch größere Personalprobleme hat. Zwischen Germersheim, Wörth und Karlsruhe gab es 2017 einzelne Zugausfälle (Wetter, aber auch Folgen der Güterzugentgleisung im Mai) bei 98,4 Prozent erbrachter Leistungen, was verbessert werden soll. Für nicht erbrachte Leistungen gibt es keine Zuschüsse, Fahrgäste erhalten Entschädigungen. Die AVG wirbt mit allen denkbaren Mitteln um Personal, Dienstplanung und Disposition werden optimiert. Bei Betreiberwechseln müssen funktionierende Personalübergänge gesichert werden, wofür das Land um Unterstützung gebeten wurde.

Fahrtausfälle im KVV-Gebiet
Die personalbedingte Ausfallquote im AVG- und VBK-Netz sei rückläufig erfuhr KULT. Waren netzweit 2015 noch 112.528,6 Zug-Kilometer betroffen, waren es von Januar bis November 2017 nur noch 69.374. Dazu komme, dass bei deutlich angespannterer Personallage Fahrplanausdünnungen von 36.832 Zug-Kilometern (2015) und 40.123 (2016) mit den Aufgabenträgern beschlossen wurden, so dass ohne diese planmäßigen Ausfälle die Ausfallquoten noch höher lägen. Nicht bekannt ist, wie hoch im gleichen Zeitraum die Ausfälle von Fahrten im KVV-Netz bei der Deutschen Bahn, der DB Regio und ihrer Vertragspartner war. Um den Bedarf an Fahrern zu decken, werden auch Kooperationen mit anderen Betreibern aufgebaut, zudem gibt es derzeit 19 Leiharbeiter.

Moschee-Planungen
Es gibt keinen Gebetsruf vom Minarett der geplanten DITIB-Mosche, antwortete die Verwaltung unter anderem der AfD, der Gebetsraum ist für 700 Personen gedacht, eine Tiefgarage vorgesehen. Baurechtlich ist für die Gleichberechtigung von Frau und Mann nichts zu machen, wie viele Mitglieder der Verein in der Oststadt hat und wie viele Moscheevereine es insgesamt in Karlsruhe gibt, ist nicht bekannt. Bei Gewalt oder Indoktrinierung sind Hilfsangebote möglich. -cal-

 
 

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