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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Februar 2018

Kombilösung: Letzte Tage der Lammstraßenbrücke

EIN ÜBERWEG mit Ampel ersetzt für Fußgänger auf Höhe der Ritterstraße die im Hintergrund zu sehende Lammstraßenbrücke. Diese ist ab Montag gesperrt, dann steht ihr Abbau für die Kombilösung an. Foto: Fränkle

EIN ÜBERWEG mit Ampel ersetzt für Fußgänger auf Höhe der Ritterstraße die im Hintergrund zu sehende Lammstraßenbrücke. Diese ist ab Montag gesperrt, dann steht ihr Abbau für die Kombilösung an. Foto: Fränkle

DER UMBAU der Kriegsstraße geht voran: Zwischen Lamm- und Ritterstraße kann die Fertigung der Autotunnelsohle beginnen. Foto: KASIG

DER UMBAU der Kriegsstraße geht voran: Zwischen Lamm- und Ritterstraße kann die Fertigung der Autotunnelsohle beginnen. Foto: KASIG

 

Nächster Teilschritt für Umbau im Sinne der Kombilösung / Auf der Kriegsstraße soll Verkehr allmählich Platz für Autotunnel-Bau machen

Mit der Neuorientierung des öffentlichen Nah- und auch des Kraftfahrzeugverkehrs über die Kombilösung verändert sich das Stadtbild. Die Kaiserstraße wird Flaniermeile, auch die Kriegsstraße soll mit Bahntrasse und Autotunnel diesen Charakterzug erhalten. Erst muss dafür die letzte Fußgängerbrücke, Höhe Lammstraße, weichen. Ab Montag ist sie gesperrt.

Vorigen Montag war zum Ausgleich ein eigens errichteter Ampel-geregelter, ebenerdiger Überweg über die Kriegsstraße auf Höhe der Ritterstraße in Betrieb genommen worden. Mittwoch musste dieser aber bis zum Wochenende wieder gesperrt werden: Grund sind laut Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) Optimierungen der Ampel: Die Lichtzeichen werden nachjustiert, um sie für alle Verkehrsteilnehmer trotz teilweise beengter Platzverhältnisse auf der Südseite der Kriegsstraße noch besser sichtbar zu machen. Die ganze Woche über kann aber noch, neben der Ampel-Querung am Ettlinger Tor, die dazwischen liegende Brücke genutzt werden – wie seit gut einem halben Jahrhundert.

Dann erfolgt als erster Schritt ein Unterbau mit Stützpfeilern. Ab Samstag, 24. Februar, 21 Uhr, in der Nacht auf und am Sonntag, geht es ans Zersägen. Wie vor knapp einem Jahr bei der Ritterstraßen-Brücke. Die einzelnen Teile werden in der Mitte der Kriegsstraße gelagert und in den Folgetagen zerkleinert abtransportiert. In der Nacht auf Montag, spätestens aber am frühen Morgen des 26. Februar, versichert die KASIG, wird die ab Samstagabend geltende, beiderseitige Vollsperrung der Kriegsstraße zwischen Ritter- und Lamm-/Badenwerkstraße aufgehoben.

Der Umbau der Kriegsstraße im Sinne der Kombilösung wird auch an anderer Stelle vorangetrieben: Gleich neben der Brückenbaustelle, im Baufeld W2 zwischen Lamm- und Ritterstraße, fertigen Arbeiter seit dieser Woche den ersten Abschnitt der Autotunnelsohle. Nachdem der restliche Erdaushub erledigt und das Verankern der Spundwände in der zweiten Lage vollendet ist. Im Baufeld O1, Ludwig-Erhard-Allee, ist die Weichgelsohle eingebaut. Sie soll die Grube nach unten gegen das Grundwasser abdichten. Sobald Tests zeigen, dass es nach Abpumpen nur im Toleranzmaß nachfließt, kann hier wie in W2 weitergearbeitet werden.

Provisorische Fahrbahnen

In den Baufeldern O3 und O4 zwischen Fritz-Erler-Straße und Ettlinger Tor verkehren Kraftfahrzeuge seit Montag auf der Nordseite auf der provisorisch angelegten Fahrbahn. Wer in der Gegenrichtung von Westen nach Osten will, nutzt ab Rosenmontag ebenfalls eine provisorische, nach Norden auf die Mittelachse der Kriegsstraße verlegte Fahrbahn. Am Ende werden die äußersten Spuren genutzt, um den notwendigen Platz für die Tunnelbau-Maschinen zu schaffen.

Beim Bau des Stadtbahntunnels werden in den künftigen unterirdischen Haltestellen Europaplatz, Lammstraße und Marktplatz Treppenaufgänge, Verteilerebenen für die Fahrgäste und Brüstungen betoniert, Arbeiter errichten zudem Mauern für Betriebs- und Technikräume. Im Halt Kronenplatz entstehen die vorderen Kanten der Bahnsteige, im Nordkopf der Station Ettlinger Tor (Südabzweig) werden unten die Wände betoniert. Oben verlegen die Stadtwerke zwischen Rondellplatz und Ettlinger Tor Gas- und Wasser-, weiter südlich am Ettlinger Tor Fernwärmeleitungen. Im Südkopf entsteht auf Höhe der Augartenstraße eine neue oberirdische Haltestelle. -red-/-mab-

 
 

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