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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. März 2018

Auszeichnung: Alter Flugplatz wird UN-Projekt

AUCH GRUND- UND PRIVATSCHULEN sind im Netzwerk „Alter Flugplatz“ dabei: Schüler übernehmen Patenschaften und pflegen das Areal, wie hier Kinder aus der Hebelschule in der Moltkestraße. Foto: Fränkle

AUCH GRUND- UND PRIVATSCHULEN sind im Netzwerk „Alter Flugplatz“ dabei: Schüler übernehmen Patenschaften und pflegen das Areal, wie hier Kinder aus der Hebelschule in der Moltkestraße. Foto: Fränkle

URKUNDEN für Konrad Ringle und Karola Grund. Foto: Fränkle

URKUNDEN für Konrad Ringle und Karola Grund. Foto: Fränkle

 

Biologische Vielfalt – Karlsruher „Netzwerk Naturschutzgebiet“ ausgezeichnet / Sand- und Magerrasengelände beherbergt gefährdete Tiere und Pflanzen

Als „jahrzehntelangen Kampf, der sich gelohnt hat“, bezeichnete Umweltbürgermeister Klaus Stapf die Errungenschaft, dass der Alte Flugplatz in der Nordstadt seit 2010 unter Naturschutz steht. Diese Anstrengungen des „Netzwerks Naturschutzgebiet Alter Flugplatz Karlsruhe“ belohnte die UN-Dekade nun auch mit einer Auszeichnung.

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt. Sie soll die Bedeutung von Biodiversität für das Leben bewusst machen und Handeln anstoßen. Karlsruhes ehemaliges Militär- und Flughafengelände mit seinen 70 Hektar Flora und Fauna wird für zwei Jahre offizielles Projekt für biologische Vielfalt der UN-Dekade im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“. So zeichnet die Dekade vorbildliche Projekte an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen aus, die Chancen von Natur und biologischer Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt beleuchten.

„Vielfalt ist die Grundlage des Lebens“, betonte Stapf bei einer kleinen Feier mit Ehrenamtlichen und Akteuren des Netzwerks in den Räumlichkeiten der Merkur Akademie International. Dies lerne der Mensch von der Natur, von der Landwirtschaft und auch von der industriellen Wirtschaft: Nur Vielfalt sei widerstandsfähig gegen Krisen. Im Netzwerk „Naturschutzgebiet Alter Flugplatz Karlsruhe“ arbeitet die Stadt seit 2003 mit unterschiedlichsten Gruppen zusammen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Erholungsgebiet zu einem Ort der freundlichen und friedlichen Begegnung mit Mensch und Natur zu entwickeln. Denn hier leben wertvolle und gefährdete Pflanzen und Tiere.

„Die ebene Sandfläche des Areals stellt in Charakteristik und Größe in der gesamten nördlichen Oberrheinebene einen einzigartigen Lebensraumkomplex aus Sand- und Magerrasen dar“, erläuterte Ulrike Rohde vom Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt die Besonderheit des Platzes. Das stadtnahe Naturschutzgebiet wird gepflegt, von Eseln, Ziegen und Schafen beweidet sowie auch immer wieder von Müll befreit. Hierzu unterstützen Bürgervereine, Behörden, Polizei, Naturschutzverbände oder Initiativen den für das Gebiet zuständigen Umwelt- und Arbeitsschutz. Sie werfen ein Auge auf das Areal und informieren dort über die Fläche als Sandbiotop und Frischluftschneise. Den ehrenamtlich Aktiven überreichte Umweltdezernent Stapf auch Urkunden, beispielsweise Konrad Ringle vom Bürgerverein Nordweststadt und Karola Grund vom Bürgerverein Nordstadt. -bea-

 
 

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