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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. März 2018

Stadtführung: NS-Regime auf der Spur

Digitalkonzept zu besonderem Stadtrundgang präsentiert

Der Stadtjugendausschuss (StJA) hat das Projekt „Stadtrundgang auf den Spuren des Nationalsozia-lismus“ neu konzipiert und in das digitale Zeitalter überführt. Die neue Seite ns-in-ka.de wurde vorige Woche im Jubez präsentiert: samt Stadtplan mit zur Zeit des NS-Regimes relevanten Stationen. Optimiert ist die neue GPS-basierte Anwendung vor allem für Smartphones, die somit als Lernmedium einsetzbar sind. Auch das Erstellen von Routen ist möglich. „Geschichtslehrer können künftig mit ihrer Klasse vor Ort gehen und an ausgewählten Stationen die entsprechenden Informationen abrufen“, erklärte der Projektleiter der Fachstelle für Demokratie und Vielfalt beim StJA, Jakob Wolfrum.

In einem neuen Bereich der Seite sollen NS-Projekte von Schülern vorgestellt werden. Für den Anfang sind dort die Ergebnisse der Seminarkurse zu finden, für die sich in den vergangenen drei Jahren das Bismarck-, das Helmholtz- und das Goethe-Gymnasium zusammengeschlossen hatten. Die wissenschaftliche Leistung mündet in künstlerischen Arbeiten. Nach einer Ausstellung werden diese über die Website dauerhaft öffentlich.

In einem Vortrag zur Präsentation betonte der Heidelberger Historiker Frank Engehausen die Bedeutung der Erinnerungskultur in der politischen Bildung. „Nationalismus als Waffe“ bestehe fort. Der StJA-Vorsitzende Daniel Melchien erinnerte daran, dass es den stets weiterentwickelten, besonderen Stadtrundgang seit den Achtzigern gibt.

 
 

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