Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. März 2018

Kombilösung: Das „Substage“ ist Geschichte

DER LETZTE REST: Die ehemalige Fußgängerunterführung am Ettlinger Tor, das spätere Musikerdomizil Substage, wird abgebrochen. Foto: KASIG

DER LETZTE REST: Die ehemalige Fußgängerunterführung am Ettlinger Tor, das spätere Musikerdomizil Substage, wird abgebrochen. Foto: KASIG

EIN WENIG ANDERS: Der Fahrzeugverkehr aus der Ettlinger Straße rollt jetzt in Richtung Westen (auf dem Bild nach links) verschoben zur Kriegsstraße. Foto: KASIG

EIN WENIG ANDERS: Der Fahrzeugverkehr aus der Ettlinger Straße rollt jetzt in Richtung Westen (auf dem Bild nach links) verschoben zur Kriegsstraße. Foto: KASIG

 

Umbau der Kriegsstraße schreitet weiter voran / Der Bau der Kombilösung macht auch im zweiten Teilprojekt sichtbare Fortschritte

Das Teilprojekt der Kombilösung Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und einem darunterliegenden Autotunnel geht in seine nächste Phase. Ein Detail dabei erfüllt Nostalgiker ein wenig mit Wehmut: Das „Substage“ ist voll und ganz dem Bagger zum Opfer gefallen und endgültig Geschichte.

Kein Grund zur Sorge für heutige Club-Gänger: Das aktuelle „Substage“ auf dem Gelände des Alten Schlachthofs bleibt natürlich. Aber den letzten Rest der früheren Konzertstätte haben die Kombibauer jetzt abgerissen. Die war in der vor 50 Jahren gebauten, wenig genutzten Fußgängerunterführung unter der Ettlinger Straße entstanden, lockte als „Substage“ Rockfans aus Stadt und Region unter Tage. Die meisten Teile des Bauwerks waren im Zuge des Baus des Stadtbahntunnels und der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor verschwunden. Jetzt zerkleinerte und zerstückelte der Abbruchbagger als dröhnender Schlussakkord die restlichen, mit Erdreich überschütteten Wände und Bodenplatten.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, stellen die Arbeiter darüber hinaus unter anderem im westlich davon gelegenen Baufeld zwischen Ritter- und Lammstraße in Abschnitten die einzelnen Bereiche der Tunnelsohle und -wände her. Im Baufeld daneben reißen sie die nördliche und die südliche Rampe der abgebrochenen Brücke über die Kriegsstraße auf Höhe der Lammstraße ab. Auf Höhe des Landratsamts zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor laufen auf der Südseite Arbeiten an einer provisorischen Fahrbahn für Autos. Im Baufeld in der Ludwig-Erhard-Allee wird weiterhin das Erdreich bis zur endgültigen Tiefe ausgehoben. Gleichzeitig verankern die Kombibauer die seitlichen Spundwände in der zweiten, tieferen Lage. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, erhalten die Spundwände mit Spritzbeton eine glatte Oberfläche, da sie später als rückseitige Schalung für die Tunnelwände vorgesehen sind.

Im nördlichen Bereich der Ettlinger Straße zwischen Baumeisterstraße und Kriegsstraße haben die beauftragten Firmen die westliche Fahrbahn von Süden nach Norden bis zur Einmündung in die Kriegsstraße asphaltiert. Jetzt wird der Autoverkehr über diese Fahrbahn geleitet, um den Straßenbau im gleichen Abschnitt auf der Ostseite vervollständigen zu können. Etwas weiter südlich in der Ettlinger Straße entsteht die neue oberirdische Haltestelle Augartenstraße. -red-/-trö-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe