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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. März 2018

Gemeinderat: Stadt als Motor der Digitalisierung

Aus Lagerhalle der Brauerei Hoepfner wird ein „Smart Production Park“ / Gründerzentrum ausgerichtet auf Hightech-Produktion/ Cyberforum als Betreiber

Die Gründerzentren in Karlsruhe bekommen weiteren Zuwachs: Der Gemeinderat stimmte, bei Enthaltung der AfD-Stadträte, für das vorgestellte Gesamtkonzept eines „Smart Production Park“ auf dem Hoepfner Brauereigelände.

„Karlsruhe hat das Potenzial als Motor der Digitalisierung auch einen Beitrag im Bereich der Hightech-Produktion zu leisten und sich mit der Förderung von Unternehmensgründungen in der Produktionswirtschaft zukunftsfähig aufzustellen“, stellte Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz das Konzept vor. Neben dem Accelerator (für bis zu zwei Jahre alte Start-Ups) und einem Wachstums- und Festigungszentrum (für drei bis fünf Jahre alte Start-Ups) ist ebenso ein „House of Transformation“ für etablierte Unternehmen der produzierenden Wirtschaft und Wissenschaft vorgesehen. Dazu werden rund 2.800 Quadratmeter der Versandhalle der Hoepfner Brauerei im Rohbauzustand für 15 Jahre, mit einer Option für weitere fünf Jahre, durch das Unternehmernetzwerk Cyberforum als Betreiber angemietet. Die Stadt stellt für Investitionen 2019 bis zu 2,225 Millionen Euro bereit und beteiligt sich jährlich an den laufenden Betriebskosten.

„Der Wirtschaftsstandort blüht und das soll so bleiben“, begrüßte Thorsten Ehlgötz (CDU) das Projekt und den Standort. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir Fördermittel bekommen“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Parsa Marvi und Uwe Lancier (KULT) sah „die Investitionen und -risiken in einem guten Verhältnis zum zu erwartenden Erfolg“. Ohnehin sei Deutschland bei der Digitalisierung im europäischen Vergleich „nicht im mindesten vorne dabei“, hielt der FDP-Fraktionsvorsitzende Tom Høymem fest, während Friedemann Kalmbach (GfK) Karlsruhe als „IT-Stadt und Stadt des Handwerks“ sah.

„Der Standort bietet auch ein Eco-System“ hob Joschua Konrad für die GRÜNEN-Fraktion hervor, die mit einem Änderungsantrag eine Vereinbarung mit dem Vermieter forderten, dass dieser die von der Stadt getätigten Investitionen zum Restwert erwirbt, wenn der Vertrag ausläuft oder die Verlängerung ansteht. Mit 29-Nein-Stimmen bei 15 Enthaltungen wurde der Antrag abgelehnt. OB Mentrup sicherte zu, dass bei einer großen Neuinvestition innerhalb der Mietlaufzeit mit dem Eigentümer neu verhandelt werde. Grundsätzlich seien die Investitionen nach 20 Jahren allerdings abgeschrieben. -fis/bea-

 
 

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