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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. März 2018

Gemeinderat: Straße als Würdigung

FRAUENNAMEN tragen die Straßen der Südstadt-Ost. Foto: Fränkle

FRAUENNAMEN tragen die Straßen der Südstadt-Ost. Foto: Fränkle

 

Warteliste für Benennungen lang / Kulturausschuss berät

Die Warteschlange ist lang bei neuen Straßennamen, die zu Ehren einer Karlsruher Persönlichkeit vergeben werden sollen. Damit der aus Karlsruhe stammende Anarchist und Gelehrte mit jüdischen Wurzeln, Gustav Landauer, nicht in Vergessenheit gerät, wies die KULT-Fraktion wiederholt in einem Antrag auf seinen bevorstehenden 100sten Todestag im Jahr 2019 hin.

Landauer steht seit 2004 auf der Vormerkliste für Straßennamen. „Bereits 2018 wird es eine Ausstellung im Museum für Literatur Karlsruhe zu seinem Leben und Wirken geben“, begründete Michael Haug die Dringlichkeit des KULT-Anliegens. Allerdings sieht die Stadtverwaltung keine Möglichkeit einer vorzeitigen Würdigung: Derzeit sei weder eine Straße zur Benennung frei, noch seien Geburts- und Kindheitshaus in der Kaiserstraße erhalten, um eine blaue Gedenktafel anzubringen. Die KULT-Fraktion verzichtete daher auf eine Abstimmung.

Anders verhielt sich dies mit einem ähnlich gearteten Antrag der Grünen: Sie beklagen eine eklatante Benachteiligung von verdienstvollen Frauen aus Kultur, Politik oder Wissenschaft, wenn es um Straßennamen und Plätze geht. Renate Rastätter forderte deshalb für ihre Fraktion eine Zusammenstellung von neuen Straßen und Plätzen, die priorisiert nach Frauen aus Karlsruhe, aus der Region, aber auch darüber hinaus benannt werden können. Dies werde ohnehin geprüft, so der OB. Dennoch verwies er das Thema in den Kulturausschuss. -bea-

 
 

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