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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. März 2018

Tourismus-Bilanz: Kultur und Digitalisierung ziehen

NICHT BELEGT, ABER WAHRSCHEINLICH: Heimattage und vor allem Schlosslichtspiele lockten wohl 2017 viele Gäste. Archivfoto: Fränkle

NICHT BELEGT, ABER WAHRSCHEINLICH: Heimattage und vor allem Schlosslichtspiele lockten wohl 2017 viele Gäste. Archivfoto: Fränkle

 

Tourismus-Bilanz zeigt Zuwächse über Landesschnitt, aus Asien, bei Hotels garnis

Karlsruhe ist nicht nur ein Ort, an dem es sich gut leben und arbeiten lässt. Die Fächerstadt wird auch als Reiseziel immer beliebter, zeigt die Tourismus-Bilanz für voriges Jahr: Um 4,8 Prozent gegenüber 2016 stieg die Zahl der Gäste auf 669579. Übernachtungen nahmen gar um 6,1 Prozent zu, 1168584 stehen zu Buche. Beide Werte übertreffen den Landesdurchschnitt von 3,1 und 1,7 Prozent deutlich, bescheren Platz fünf in der Rangliste der 44 Stadt- und Landkreise.

„Ein positives Ergebnis bedeutet Arbeit und sehr viel Engagement“, betonte Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz zuerst, um den Einsatz aller Beteiligten zu würdigen. Der Fortsetzung finde – in der Breite wie in Schwerpunkten. „Tourismus braucht Kultur, Kultur braucht Tourismus“, beschrieb sie einen. Städtereisen würden gern mit Kulturerlebnissen verbunden, da biete Karlsruhe viel. Nicht von ungefähr sei die Bilanz im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) präsentiert worden, das stellvertretend für mehr als 125 Einrichtungen besondere Magnetwirkung entfalte. Laut der weltweit größten Datenbank ArtFacts.Net zählt das ZKM zu den zehn bedeutendsten Kunstinstitutionen des Planeten, Rang sechs heißt Spitze in Deutschland.

„Wir befinden uns auf dem richtigen Weg“, hielt Luczak-Schwarz fest und nannte die Digitalisierung als weiteren Schwerpunkt. „Wir wollen uns weiter als Motor derselben etablieren und sind stolz, auf diesem Gebiet einzigartig in Deutschland unterwegs zu sein.“ Dies finde Anerkennung. Der kontinuierliche Aufschwung im Tourismus beweise Strahlkraft über 2015 hinaus: „Es ist mehr als nur Stadtgeburtstag – Karlsruhe hat sich gewandelt.“ Als Fazit zur detaillierten Auswertung bekräftigte der Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH, Klaus Hoffmann: „Hinter uns liegt ein großartiges touristisches Jahr.“

Gäste aus dem Ausland machten rund 40 Prozent des Gesamtzuwachses aus, bei den Ankünften sorgten sie für ein Plus von 7,9 Prozent, bei den Übernachtungen waren es zehn. Schweiz, Niederlande und Frankreich blieben klar vorn, wieder kamen klar weniger Briten, dafür deutlich mehr Asiaten. Drei Viertel aller Buchungen sind allerdings inländischer Natur.

Die stärksten Monate waren Mai und September, was wohl stark auf die Heimattage (Schlosslichtspiele) zurückzuführen ist, sowie der Dezember: „Wir gehen davon aus“, erklärte Hoffmann, „dass die Erweiterung der Weihnachtsstadt und deren Bewerbung viel dazu beigetragen haben.“ Unverändert niedrig mit 1,7 Tagen, die Verweildauer. Wesentlicher Grund: Geschäftsreisende sowie Tagungs- und Kongressteilnehmer stellen weiter das Gros. Bei Unterkunftarten legen Hotels garnis (nur mit Frühstück) am meisten zu, insgesamt Häuser mit bis zu zwei Sternen. -mab-

 
 

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