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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. März 2018

Kultur: Wörtlich offene Tür

GEMEINSAM: Käuflein mit Imam Enes Kaleağası und (v. l.) Ömer Erdönmez, Türkay Bolat, Vereinsvorsitzendem Lütfü Azal (alle Ditib). Foto: Fränkle

GEMEINSAM: Käuflein mit Imam Enes Kaleağası und (v. l.) Ömer Erdönmez, Türkay Bolat, Vereinsvorsitzendem Lütfü Azal (alle Ditib). Foto: Fränkle

 

Bürgermeister Käuflein besuchte bewusst Ditib-Moschee

Im Wissen um die Bedeutung des Freitagsgebets sprach Bürgermeister Dr. Albert Käuflein vorige Woche respektvoll vor selbigem in der Ditib-Moschee. Und betonte: "Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie im wörtlichen Sinne eine offene Tür haben."

Selbst katholischer Theologe, vertrat er OB Dr. Frank Mentrup gern, um wie eine Woche zuvor in der Annur-Moschee während der bundesweiten Wochen gegen Rassismus Farbe zu bekennen: für eine offene Gesellschaft, gegen Islamfeindlichkeit. Letztere sei in jüngster Vergangenheit stark zu spüren, erklärte der Vorstand des Karlsruher Ablegers der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) im Gespräch.

Umso größer war die Freude über Käufleins Besuch, eine Premiere nur als Bürgermeister. Der würdigte eine Ditib-Veranstaltung am Abend: Vortrag und Debatte zum Prozess gegen den rechtsextremen NSU. Böses gemeinsam zu verarbeiten und Gutes, bei allen Unterschieden das Verbindende hervorzuheben, sieht der Kulturdezernent als Losung. So versicherte er den Gläubigen: "Sie gehören zu Deutschland, Sie gehören zu Karlsruhe." Dies fand Anklang - wie die türkische Predigt gegen Heuchelei: "Die Essenz des Islams ist Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit", wurde daraus auf Deutsch verkündet. -mab-

 
 

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