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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. April 2018

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD: Smart Production Park – Jobs für die Zukunft

Parsa Marvi, Vorsitzender SPD-Fraktion

Parsa Marvi, Vorsitzender SPD-Fraktion

 

Für die Etablierung eines neuen Wachstums- und Festigungszentrums stellte sich natürlich sofort die Standortfrage und sogleich die Frage nach einer seriösen Investitionsbewertung. Beides sehen meine Fraktion und ich als gegeben an: Die räumliche Nähe zu relevanten Institutionen für Hightech-Forschung und IT-Gründungen macht absolut Sinn.

Die Standort-Entscheidung für das Hoepfner-Areal kann überzeugend dargelegt werden – wir sehen es als ein gutes Zeichen an, dass das Land voll hinter der Etablierung eines Smart Production Parks in Karlsruhe steht und sind von daher auch sehr optimistisch, dass Karlsruhe die dafür notwendigen Fördermittel aus dem Europäischen Fonds erhalten wird.

Die Stadt Karlsruhe ist aktuell in einer finanziell und wirtschaftlich vergleichsweise guten Position. Wir gehören zu den vier Hightech-Topregionen in Europa. Und wir haben neben guten Haushaltszahlen vor allem den Trumpf, dass fast jeder zweite Euro an Gewerbesteuer aus dem IT-Bereich kommt. Wir dürfen jetzt nur nicht den Fehler machen, uns auf dieser guten Ausgangsposition auszuruhen. Andere Regionen wie Mannheim oder Ulm schlafen nicht. An unserem eigenen Tempo entscheidet sich, ob Karlsruhe Jobs mit Zukunft halten und entstehen lassen kann, ob unsere Stärke im regionalen Wettbewerb erhalten bleibt und ob wir möglicherweise noch mehr Quellen entdecken, um mehr Einnahmen, um mehr Gewerbesteuereinnahmen zu erzielen. Und ob wir auch in weiter Zukunft noch Lenker, Taktgeber und Motor der TechnologieRegion sein werden.

Die historischen industriellen Kerne unserer Stadt, Singer, Pfaff, Badische Motorenwerke, IWKA und Ritter, wir werden sie in dieser Weise nicht mehr zum Leben erwecken können. Aber die Technik- und Maschinenbautradition unserer Stadt werden wir auf eine neue Weise in die Zukunft führen und erfinden können, nämlich als beispielgebender Standort für moderne Produktionsabläufe, als eine Art Technologiefabrik 4.0 mit atmenden Räumen, in denen sich neue Gründer aber auch Wachstumsunternehmen ansiedeln können. Mit dem Smart Production Park wird Karlsruhe neben den bestehenden Gründerzentren im IKT-Bereich und der Kreativ- und Kulturwirtschaft ein weiteres bedeutendes Gründerzentrum schaffen und die Verzahnung von IT und Produktion vorantreiben. Deshalb müssen wir diese einmalige Chance für unseren Standort nutzen. Bei aller Notwendigkeit, auch immer kritisch auf Ressourcen und Investitionsmittel zu schauen, dürfen wir nicht zu Kleinkrämern werden und in allem und jedem ein potentiell unbeherrschbares Risiko sehen. Jeder in den Smart Production Park investierte Euro ist gut angelegt und wird künftig ein Vielfaches an Rückertrag erwirtschaften.

Parsa Marvi
Vorsitzender SPD-Fraktion

 
 

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