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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. April 2018

Hauptbahnhof-Süd: Zukunftsprojekt für IT-Standort

IT-CAMPUS HAUPTBAHNHOF-SÜD: Am südlichen Stadteingang sorgt Investor Ralph Dommermuth dafür, dass sich das Aussehen des Areal auf Jahre hinweg verändern wird. Foto: Fränkle

IT-CAMPUS HAUPTBAHNHOF-SÜD: Am südlichen Stadteingang sorgt Investor Ralph Dommermuth dafür, dass sich das Aussehen des Areal auf Jahre hinweg verändern wird. Foto: Fränkle

 

Grundsteinlegung auf dem Dommermuth-Areal am Hauptbahnhof / Zweiteiliger Bürobau / 145 Millionen Euro Investition / Fertigstellung bis Mitte 2020

Emsiges Maurern von „Nicht-Handwerkern“ für ein Karlsruher Zukunftsprojekt - Grundsteinlegung für den zweiteiligen Bürokomplex am Hauptbahnhof-Süd, zu der Rainer Dommermuth eingeladen hatte. Als Geschäftsführer von S.K.E.T entwickelt er für seinen Bruder Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender der United Internet AG, das Areal.

Mit dem Investor Ralph Dommermuth und der Stadt treffen sich zwei Partner mit dem gemeinsamen Ziel, den IT-Standort zu stärken und auszubauen, hob Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Dienstag die Bedeutung des Vorhabens hervor. Dieses wirke weit über das eigentliche Baufeld hinaus. 15.000 Quadratmeter Grundfläche, elf Obergeschosse plus Erdgeschoss mit einer Höhe von maximal 44, einer Breite von 50 und einer Länge von 112 Metern, 48.000 Quadratmeter Bürofläche sowie 290 Tiefgaragenstellplätze: Was Rainer Dommermuth und Karlheinz Heffner vom Generalübernehmer Diringer & Scheidel an nüchternen Fakten auflisteten, steht nicht nur für ein äußerst komplexes und zeitlich sehr engagiertes Einzelprojekt. Holte doch das Engagement von Ralph Dommermuth das Gebiet rund um den südlichen Bahnhofszugang plötzlich aus der Nutzungs-Warteschleife heraus und kurbelt nun das Interesse an der IT-Stadt Karlsruhe mächtig an. Seit das Dommermuth-Projekt bekannt wurde, so OB Mentrup, gebe es einen unglaublichen Run auf Flächen im Umfeld des Areals.

Zudem werden die 1.500 Arbeitsplätze, die in den beiden Platzrandgebäuden unterkommen, für Bewegung in der Stadt sorgen. Mieter wird insbesondere der zur United Internet AG gehörende Internetdienstanbieter 1&1 sein. Die Stadt profitiere von einem beliebten Arbeitgeber, der aus dem in Karlsruhe vorhandenen Fachkräftepotenzial schöpfen könne, betonte Mentrup vor den zur Grundsteinlegung eingeladenen Gästen, darunter Frank Krause, Finanzvorstand der United Internet AG. Und wo durch innerstädtischen Umzug in die neue 1a-Adresse am Hauptbahnhof Flächen frei werden, könnte vielleicht sogar der Wohnungsbau zu den willkommenen Folgewirkungen zählen, fügte OB Mentrup an.

Im Projekt wurde von Anfang an aufs Tempo gedrückt, bis zum Frühjahr 2019 soll nun der Rohbau stehen, bis Mitte 2020 soll es realisiert sein. Das gehe nur dank des guten Zusammenspiels aller Akteure, waren sich Dommermuth und Heffner bei der Grundsteinlegung einig. So sei die Stadtverwaltung immer sofort mit schneller und konstruktiver Hilfe zur Stelle. Sind es derzeit drei Kräne, werden es in vier bis sechs Wochen zehn sein, „um das ganze Material im Baufeld zu bewegen“, so Heffner. Allein 40.000 Kubikmeter Beton gelte es zu verarbeiten. Nach der Rohbauphase werden dann in der Ausbauphase rund 450 Handwerker das vom Büro Graf+Graf Architekten geplante Projekt vorantreiben.

Aufgrund einiger Nachträge sei die Investitionssumme aktuell von 135 Millionen auf rund 145 Millionen Euro gestiegen, informierte Dommermuth. Ihm zeige dies, dass solche Nachträge ein stückweit ein normales Prozedere sind bei dieser Art von Ausschreibung – und kein „spezielles Privileg“ der öffentlichen Hand ist, merkte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Feier im alten Kesselhaus an. Was dieses angeht, so sei er froh, dass das denkmalgeschützte Gebäude „einer Nutzung zugeführt wird, die die besondere Würde erhält und sich der Öffentlichkeit ein Stückweit öffnet“. -rie-

 
 

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