Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. April 2018

Baggersee Grötzingen: Nachttauchen wieder erlaubt

STILLE: Noch ruht der Grötzinger Baggersee. Am 1. Mai beginnt die Saison, dann ist wieder mit vielen Badegästen zu rechnen. Foto: Knopf

STILLE: Noch ruht der Grötzinger Baggersee. Am 1. Mai beginnt die Saison, dann ist wieder mit vielen Badegästen zu rechnen. Foto: Knopf

 

AK Grötzinger Baggersee tagte / Kontroverse Diskussion / Zonen oft nicht respektiert

Bevor die neue Badesaison beginnt, tagte kürzlich der Arbeitskreis (AK) Baggersee Grötzingen. Bei der Sitzung am Montag gab es reichlich Diskussionsstoff. Zum einen wurde die vergangene Saison reflektiert und über künftige Maßnahmen gesprochen.

Zum anderen wurde das aktuelle VGH-Urteil in Sachen Tauchen debattiert. Durch das Urteil wurde das Nachttauchverbot und das winterliche Tauchverbot aufgehoben, wie der städtische Zentraljuristische Dienst (ZJD) mitteilte. Neben dem ZJD waren in der Runde weitere Fachbehörden sowie Vereine, Institutionen und Ortschaftsräte vertreten.

Ortsvorsteherin Karen Eßrich erklärte, dass für die Taucher weiterhin eine Genehmigung nötig sei. Aktivitäten von Taucherschulen seien nach wie vor nicht gestattet. Johannes Niederstrasser (Umwelt und Arbeitsschutz) erklärte, dass der See unter Strukturarmut leide. Die Wasservögel hätten es schwer mit der Nahrungssuche, da der „Wald wie eine Mauer am Ufer“ stehe. Diskutiert wurde darüber, die Beobachtungspunkte zurückzubauen, da diese immer wieder Opfer von Vandalismus wurden. Ein viel diskutierter Punkt war die Parkproblematik. „Die Hälfte parkt illegal“, meinte eine Aufsicht. Eine weitere Problematik sei, dass viele die Zonierung des Sees nicht respektieren. „Ich habe letzten Sommer etliche mit Luftmatratzen und Schlauchbooten in der nicht gestatteten Zone gesehen“, sagte Eßrich. Eine Aufsicht sagte, dass, wenn man diejenigen darauf anspreche, schon mal beschimpft werde. Eine künftige Aufsicht (auf See) neben dem Ufer wurde angeregt, sofern das von der DLRG leistbar sei. Vehement wurde in diversen Meinungsbeiträgen dafür votiert, statt Hinweisschildern mit unendlich viel Text und Paragraphen (was ohnehin kaum ein Mensch lese) lieber klar strukturiere Info-Tafeln mit kurzen Texten zu installieren.

Ein positives Fazit zum aktuellen Zustand rund um den See zog ein DLRG-Vertreter. „Ich mache an diesem See seit 20 Jahren Dienst und stelle fest, die bisherigen Maßnahmen greifen.“ Es kämen deutlich weniger Wochenendtouristen aus der weiteren Region seit die Parkplätze reduziert wurden. Ganz weg bekäme man Besucher aus Stuttgart oder Pforzheim allerdings nie, das läge eben an der Lage des Sees nahe der Autobahn. Eine „Erfolgsgeschichte“ sei zudem die Etablierung des Hundestrands, der zu einem Treffpunkt für Hundesitzer wurde, stellte der Grötzinger Ortschaftsrat Titus Tamm fest. -voko-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe