Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. April 2018

Beo Coaches: Eigene Erfahrungen weitergeben

FORTSCHRITT IM TANDEM: Claudia Rath-Wiemer (l.) unterstützt die 17-jährige Anahit Karapetyan als BeoCoach. Foto: StJA

FORTSCHRITT IM TANDEM: Claudia Rath-Wiemer (l.) unterstützt die 17-jährige Anahit Karapetyan als BeoCoach. Foto: StJA

 

Ehrenamtliche BeoCoaches helfen Schülern im Tandem / Weitere Mitstreiter gesucht

„Bis vor einigen Monaten musste ich noch genau überlegen, wie ich etwas auf Deutsch sagen will, jetzt geht das in vielen Fällen schon ganz automatisch“, meint Anahit Karapetyan. Die 17-Jährige kommt ursprünglich aus Armenien, ist seit etwas mehr als einem Jahr in Deutschland und besucht die 10. Klasse der Friedrich- Realschule in Durlach. In wenigen Wochen will sie ihren Realschulabschluss machen. Dass sich Anahit sprachlich so verbessert hat, verdankt sie auch Claudia Rath-Wiemer aus Durlach. Sie hilft der Jugendlichen ehrenamtlich im Rahmen des Projekts „BeoCoach“ des Stadtjugendausschuss (stja).

Einmal in der Woche treffen sich die beiden für anderthalb Stunden in einem Besprechungsraum in der Schule und üben vor allem Konversation, Grammatik und Lesen.
Claudia Rath-Wiemer und Anahit bilden eins von 21 Tandems, die derzeit an neun Karlsruher Schulen bei „BeoCoach“ gemeinsam aktiv sind. Die ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger unterstützen dabei Jugendliche ab Klasse 7 ganz individuell in einer Eins-zu-Eins-Begleitung. „Die jeweiligen Inhalte hängen vom Bedarf der Jugendlichen ab“, sagt Natalie Piekert von BeoNetzwerk, der Einrichtung zur vertieften Berufsorientierung des stja in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt. Nicht nur die Lernunterstützung steht bei BeoCoach im Fokus. Auch die Fragen, wie man eine Bewerbung schreibt und sich bei Bewerbungsgesprächen verhält, spielen mitunter eine Rolle.

Hier hat Claudia Rath-Wiemer reichlich Erfahrung. Die Ruheständlerin war viele Jahre im Personalwesen einer Bank tätig. Diese Erfahrungen kann sie nun den jungen Menschen vermitteln. „Ich habe mir überlegt, wie ich mich einbringen kann, wenn ich nicht mehr berufstätig bin“, berichtet sie über ihre Anfänge bei BeoCoach im vergangenen Jahr. „Ich hatte davon gelesen und war von der Umsetzung begeistert“. Anahits Deutsch- Lehrerin Monika Ackermann verweist darauf, dass der sehr ausdifferenzierte Zugang bei BeoCoach innerhalb der Klasse so nicht möglich sei. Etliche Schülerinnen und Schüler stehen derzeit auf einer Warteliste für BeoCoach, berichtet Natalie Piekert von BeoNetzwerk. „Deshalb suchen wir noch weitere Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren wollen“. Wer sich bei BeoCoach einbringen will, kann sich an Natalie Piekert wenden. Unter Telefon 0721/133-5625, oder per Mail an n.piekert@stja.de. -red-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe