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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. April 2018

Gemeinderat: Kultur- oder Wirtschaftsbetrieb?

QUO VADIS MAJOLIKA? Darüber will der Gemeinderat jetzt schnell eine Entscheidung herbeiführen. Foto: Fränkle

QUO VADIS MAJOLIKA? Darüber will der Gemeinderat jetzt schnell eine Entscheidung herbeiführen. Foto: Fränkle

 

„Wir müssen entscheiden, ob die Majolika eine Kunstinstitution oder ein Wirtschaftsbetrieb ist“, fasste OB Dr. Frank Mentrup die Diskussion zu einem FDP-Antrag zusammen, der auf eine künftige institutionelle Förderung der Majolika abzielte.

Nach dem Zukunftsworkshop vom 12. April würden noch vor der Sommerpause auch im Hauptausschuss Zuschussvarianten vorgelegt, soll das bisher ablehnende Land mit einem tragfähigen Konzept zur Beteiligung bewegt werden und erklären, welche Flächen das Landesmuseum (BLM) am Ahaweg brauche. Thomas H. Hock (FDP) wollte mit dem Antrag „Bewegung in die Sache bringen. Die Majolika gehört zu unserem kulturellen Erbe, es unsere Pflicht sie zu erhalten“. Die Höhe des Zuschusses (um die  300.000 Euro)  ergebe sich aus der Art der Weiterführung, ein Konzept gebe es seit 2016, weitere Verzögerungen daher kontraproduktiv.

Für die CDU pflichtete ihm Dr. Rahsan  Dogan bei und wollte der Geschäftsführung und den Mitarbeitenden die Zeit für eine Neuausrichtung geben. Ein Finanzierungs¬modell, denn eine Förderung würde sich wohl im Millionenbereich bewegen, sowie Gespräche mit dem Land verlangte Elke Ernemann (SPD). Letzteres wollten ebenso Friedemann Kalmbach (GfK)  und Dr. Ute Leidig (Grüne), die noch viele offene Fragen sah, etwa ob Vertrieb oder eher künstlerische Techniken unterstützt  werden sollten. Prinzipiell wünschten aber alle bald  eine Entscheidung. -cal-

 
 

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