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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. April 2018

Stadtplanung: Grünes Quartier für Neureut

FLEXIBEL UND IDENTITÄTSSTIFTEND: Die Gebietsstruktur des Siegerentwurfs für Neureut-Zentrum II ist geprägt von unterschiedlichen Dichten der Bebauung und vielen grünen Flächen. Foto: MMG

FLEXIBEL UND IDENTITÄTSSTIFTEND: Die Gebietsstruktur des Siegerentwurfs für Neureut-Zentrum II ist geprägt von unterschiedlichen Dichten der Bebauung und vielen grünen Flächen. Foto: MMG

 

Siegerentwurf für Zentrum III vorgestellt / Breite Partizipation / Areal für 2.500 Menschen

Ein grünes Quartier für rund 2.500 Menschen soll in Neureut entstehen. Kürzlich präsentierten Bürgermeister Michael Obert, Stadtplanungsamtsleiterin Prof. Anke Karmann-Woessner und Prof. Peter Schürmann den Siegerentwurf des Rahmenplans „Neureut Zentrum III“, der das Areal zwischen BNN-Verlagsgebäude und Adolf-Ehrmann-Bad umschreibt.

Dem Verfahren ging ein Realisierungswettbewerb voraus. Am Ende siegten „Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH“ (Stuttgart) und Helleckes Landschaftsarchitektur (Karlsruhe). „Die Entscheidung war einstimmig“, betonte Obert, der hinzufügte, dass der Siegerentwurf Raum lasse, Dichte herauszunehmen. Von einer hervorragenden Vernetzung mit dem Grün seiner Umgebung sprach Jury-Mitglied Schürmann. Karman-Woessner betonte das aufwendige und transparente Verfahren mit hoher Partizipation vieler Akteure. „Wir bauen auf eine breite politische Zustimmung.“

Erfreut war naturgemäß Philip Schmal vom siegreichen Büro. „Uns war es sehr wichtig kleine Einheiten erzeugen, die gesunde und stabile Nachbarschaften erzeugen.“ Allerdings machte Obert klar, dass nach dem Architektenwettbewerb nicht sofort die Bagger rollen werden. Es würden schon noch einige Jahre ins Land ziehen, wobei der Entwurf noch weiter ausdifferenziert werde. Der städtebauliche Entwurf sieht vier Siedlungsabschnitte vor, die in sich funktionierende Quartiere bilden sollen. Wichtiges Kernstück ist die Landschaftsplanung mit Freiflächen und öffentlichen Räumen. Nach Südosten öffnet sich die Fläche schrittweise zu einer naturnahen Fläche. Als Baukörper bilden Kita und seniorengerechtes Wohnen den südlichen Abschluss zum Landschaftsraum. Gegenüber liegt im Modell ein Mehrgenerationenhaus.

Weiterhin ist die Quartiersstruktur geprägt von einer Bebauung, die unterschiedliche Dichten und Wohnungstypologien zulässt. Ferner wird in der Jurybegründung positiv notiert, dass das Mobilitätskonzept durchgängige Tiefgaragen vorsieht und den Individualverkehr in den Quartieren stark reduziert und stattdessen Konzepte mit Carsharing oder Lastenrädern vorsieht. Besonders angetan war die Jury von der Idee, die Tram in das Gebiet hineinzuführen. Erfreut zeigte sich Neureuts Ortschaftsrat und Sachpreisrichter Dieter König darüber, dass die Planung eine reduzierte Bebauung zulässt und Tiefgaragen statt Parkhäuser vorsieht. Auch Ortsvorsteher Achim Weinbrecht war angetan und bedankte sich beim Stadtplanungsamt für die gute Zusammenarbeit. -voko-

 
 

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