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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Mai 2018

Bäder: Der Griff nach dem fünften Stern

WOHLFÜHLTHERME: Das Vierordtbad soll noch attraktiver werden. Investitionen von rund 3,8 Millionen Euro sind geplant. Foto: Fränkle

WOHLFÜHLTHERME: Das Vierordtbad soll noch attraktiver werden. Investitionen von rund 3,8 Millionen Euro sind geplant. Foto: Fränkle

 

Ungeteilte Zustimmung fand im Bäderausschuss die geplante Neugestaltung des Südriegels und des Innenhofs der Therme Vierordtbad. „Wir müssen in diesem Bereich dringend was tun“, stellte Bäderchef Oliver Sternagel das Projekt vor, das 3,8 Millionen Euro kosten und in einer Bauzeit von zwei Jahren bei weiter laufendem Badebetrieb realisiert werden soll.

Das mit dem Denkmalsschutz abgesprochene Konzept sieht vor, den sogenannten Böhlerbau im Südwesten abzureißen, um mit der Neugestaltung des Südriegels und einer Niveauangleichung des Solehofes im Westen eine barrierefreie Therme zu schaffen. Im neuen Südwestriegel sind eine Arena-Sauna mit 50 Plätzen, ein Ruheraum und Erlebnisduschen vorgesehen. Im Übergang zum Medizinischen Bereich werden zusätzliche Soleanwendungen möglich.

Mit dem Gesamtkonzept erhofft sich Sternagel eine Aufwertung der Gesamtanlage mit einer erheblichen Attraktivitätssteigerung. Für die Therme, die seit 2011 vier von fünf möglichen Sternen des Gütesiegels „Wellness Stars Thermen“ trägt, wäre dann der fünfte Stern erreichbar. „Mittelfristig könnten wir damit in Richtung schwarze Null hinarbeiten“, geht Sternagel auf den wirtschaftlichen Aspekt ein.

„Die Badegäste sind bereit, für mehr Qualität auch mehr zu bezahlen“, soll sich die Investition mit einer zwischen ein und zwei Euro liegenden Preiserhöhung beim Eintritt selbst tragen. Nachdem der Bauausschuss dem Vorhaben bereits zugestimmt hat, beschäftigt sich als nächstes Gremium der Hauptausschuss damit.

Einstimmig votierte der Bäderausschuss auch für einen Zuschuss von 30.000 Euro an den Förderverein Freibad Wolfartsweier zur Sanierung des Kinderbeckens. „Das Wölfle ist Urvater des ehrenamtlichen Engagements in den Bädern“ ging Bürgermeister Martin Lenz auf die herausragende Stellung des Wolfartsweierer Freibads in der Bäderlandschaft ein, die einen außergewöhnlichen Zuschuss rechtfertige.

„Bürgerschaftliches Engagement steht über allem“, befand Detlef Hofmann (CDU). „Gut angelegtes Geld für die Familien und Kinder als Hauptnutzer des Bades“, wertete Irene Moser (SPD). Und für Ekkehard Hodapp (GRÜNE) sah ein „unterstützenswertes Stadtteilprojekt“. Es stehe „keine außergewöhnliche Investition mehr an“, erklärte Ortsvorsteher Anton Huber auf Nachfrage, nachdem die Stadt Karlsruhe zuletzt im Jahr 2015 zusätzliche 50.000 Euro zugeschossen hatte. - fis-

 
 

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