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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Mai 2018

Badisches Staatstheater: Es darf losgehen

DRANGVOLLE ENGE: Im Durchgang und Lager zum Großen Haus machten sich Käuflein, Spuhler, Bauer, Splett, Kretschmann und Mentrup (v. l.) ein Bild von der aktuellen Situation im Staatstheater. Foto: Fränkle

DRANGVOLLE ENGE: Im Durchgang und Lager zum Großen Haus machten sich Käuflein, Spuhler, Bauer, Splett, Kretschmann und Mentrup (v. l.) ein Bild von der aktuellen Situation im Staatstheater. Foto: Fränkle

 

Land und Stadt für Theatersanierung / Start ab 2019

Land und Stadt stehen zu Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters (BST). Das bekräftigten Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Kunstministerin Theresia Bauer, Finanzstaatssekretärin Dr. Gisela Splett, OB Dr. Frank Mentrup und Kulturdezernent Dr. Albert Käuflein am 2. Mai bei einem von Theaterchef Peter Spuler geführten Rundgang.

Er führte durch das zu ersetzende Schauspielhaus, arbeits- und brandschutzrechtlich inakzeptable Räume wie Laderampe, Durchgang und Lager zur Hauptbühne, Schneiderei und Orchesterprobenraum. Mit der Arie „Oh säume länger nicht“ forderte auch Sopranistin Agnieska Tomaszewska Mozart-Fan Kretschmann zum Handeln auf. Begeistert attestierte der häufige Besucher  dem BST „Kunst auf höchstem Niveau“. Als Kulturland von Weltruf müsse Baden-Württemberg in das „hochgradig sanierungsbedürftige Haus investieren:  Für die Riesenaufgabe ist breiter Konsens nötig“.

Das BST leiste sehr viel für  unsere Gesellschaft, am wichtigsten sei aber, „dass Kunst frei ist“. Der Staat sei nur Träger, „aber im Theater findet kein Staat statt.  Kunst muss das „Empathievermögen stärken und für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen“. Dieses Bekenntnis wertete OB Mentrup als „starkes Symbol für eine seiner wichtigsten Kulturinstitutionen“. Es gehe nun um Beschleunigen der Bauabläufe, bessere Arbeitsplätze, ein neues Schauspielhaus und effiziente Logistik inmitten der Stadt dankte er auch für die gemeinderätliche Unterstützung. Das BST sei als integrierender Botschafter für  das Land ein harter Standortfaktor, so auch Bauer.

Wie verändert sich das Theater?

Das Staatstheater soll auf einer Nutzfläche von 32.000 Quadratmetern alle Spiel-, Werkstätten und Büros bis spätestens 2030 vor Ort vereinen. Erste Eingriffe gibt es 2019 im Kleinen Haus, gebaut werden die Tiefgarageneinfahrt vor der Volkswohnung sowie Ersatzbauten. Kosten sollen Umbau und Erweiterung 325 Millionen Euro. In den Anbau West kommen das neue Schauspielhaus, in den Anbau Ost Musik und Werkstätten, in die Mitte von außen transparente Foyers. Das Große Haus erhält einen erweiterten Orchestergraben und bessere Akustik. Für Vorabmaßnahmen stehen im Landeshaushalt 11,05, als Rücklagen für alle Landesprojekte 143 Millionen Euro, so Staatssekretärin Dr. Gisela Splett. -cal-

 
 

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