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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Mai 2018

Gemeinderat: Linie 10 bis Marktplatz

WEITER: Statt bis Ettlinger Tor soll die Linie 10 vom Hauptbahnhof über die Ettlinger Straße bis zum Marktplatz fahren. Foto: Fränkle

WEITER: Statt bis Ettlinger Tor soll die Linie 10 vom Hauptbahnhof über die Ettlinger Straße bis zum Marktplatz fahren. Foto: Fränkle

 

Schienenersatzverkehr vollständig auf Ettlinger Straße

Die seit November 2013 zwischen dem Hauptbahnhof und dem Ettlinger Tor verkehrende und um den Zoologischen Stadtgarten herumführende Buslinie 10 soll möglichst bald vollständig auf der Ettlinger Straße verkehren und entsprechend dem Fortgang der Arbeiten zur Kombilösung, möglichst schon in diesem Sommer, weiter bis zum Marktplatz durchfahren.

Dies beschloss der Gemeinderat bei 12 Gegenstimmen. Gegenüber den Stadtbahnverbindungen über die Karlstraße und Rüppurrer Straße sind Fahrgäste damit zwischen Hauptbahnhof und Markplatz um drei Minuten schneller unterwegs. Die Verkehrsbetriebe gehen von einem zusätzlichen Buseinsatz und Personalaufwand und damit Mehrkosten von jährlich rund 200.000 Euro bis zur Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels Mitte 2020 aus. „Dies ist kein Ersatz für jetzt verkehrende Stadtbahnen, sondern ein zusätzliches Angebot“, erinnerte OB Dr. Frank Mentrup daran, dass man beim beschlossenen Verzicht auf übergangsweisen Gleisverkehr in der Ettlinger Straße eine Ersatzlösung versprochen hatte.

„Wegen drei Minuten Zeitersparnis ist es nicht zielführend, ein eingependeltes System aufzubohren“, gab Sven Maier (CDU) zu Bedenken. Mit dem Angebot seien steigender Bedarf und damit steigende Mehrkosten vorprogrammiert. „Wir haben etwas aus sehr gutem Grund versprochen und sollten dies einhalten“ hielt Hans Pfalzgraf (SPD) dagegen. Istvan Pinter (GRÜNE) begrüßte das Konzept, das mit einer Taktverdichtung von bis zu 7,5 Minuten in der morgendlichen Hauptverkehrszeit die Attraktivität der Linie steigere.

Die Strecke belebe die Ettlinger Straße und biete sich regelrecht an für den Einsatz von Bussen mit alternativem Antrieb, stellte Uwe Lancier (KULT) fest. „Die KASIG hat mit der Linie 10 gegenüber übergangsweisem Straßenbahnverkehr viel eingespart“, sprach sich Karl-Heinz Jooß (FDP) ebenso für die Einhaltung des Versprechens gegenüber den Anwohnern und der Geschäftswelt in der Ettlinger Straße aus wie Friedemann Kalmbach (GfK) und Jürgen Wenzel (FW) -fis

 
 

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