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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Mai 2018

Gemeinderat: Mehr Geld für mehr Bewegung

DIE KARLSRUHER VEREINE sorgen mit ihren 81.000 Mitgliedern nicht nur für Bewegung, sondern auch für Bau, Unterhalt, und Betrieb ihrer Sportstätten. Foto: Fränkle

DIE KARLSRUHER VEREINE sorgen mit ihren 81.000 Mitgliedern nicht nur für Bewegung, sondern auch für Bau, Unterhalt, und Betrieb ihrer Sportstätten. Foto: Fränkle

 

Neufassung der Sportförderungsrichtlinien / Viel Lob für Sportvereine

Mit fast einstimmigem Votum, nur die beiden AfD Stadträte enthielten sich, beendete der Gemeinderat jetzt einen fünf Jahre dauernden Beratungsmarathon für die Neufassung der Sportförderungsrichtlinien der Stadt Karlsruhe.

Angefangen bei einer Bevölkerungsumfrage für die Sportentwicklungsplanung, über Klausurtagungen des Sportausschusses und zuletzt 13 Sitzungen einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Fraktionen und des Sportkreises kam ein Werk auf den Tisch, mit dem nach den Worten von Sportbürgermeister Martin Lenz „die Erfolgsgeschichte der Karlsruher Sportförderung mit dem Karlsruher Modell der besitzenden Vereine als Herzstück, weiter, aber nicht festgeschrieben“ werde.

Mit der Neufassung der Sportförderrichtlinien werden die Förderbeträge angepasst: Das jährliche Budget steigt damit um 443.000 Euro auf rund 4,77 Millionen Euro. Die Förderung wurde insbesondere bei den Unterhaltungszuschüssen vereinseigener Sportanlagen (von 863.000 auf 997.000 Euro) und bei den Übungsleiterzuschüssen (von 406.000 auf 565.000 Euro) erhöht.

„Ehrenamtliches Engagement im Verein ist unbezahlbar“, stellte Detlef Hofmann (CDU) den Erfolg des „Karlsruher Weges“ heraus. Die Förderung müsse immer weiter angepasst werden. Irene Moser (SPD) stellte als Plus besonders die Besserstellung der Vereine und der Übungsleiter heraus. Man habe sachorientiert zusammen gearbeitet, „um zeitgemäße Richtlinien zu haben“, hielt Ekkehard Hodapp (GRÜNE) fest. „Die Richtlinien stammten aus dem Jahr 1981 und wurden zuletzt 2010 angepasst, hielt Max Braun (KULT) eine regelmäßigere Anpassung für notwendig.

„Die Lösung wird fast allen gerecht“, lobte Karl-Heinz Jooß (FDP) die überfällige Neufassung der Richtlinien, und auch Jürgen Wenzel (FW) sprach von einem „umfassenden Werk, das kaum zu ergänzen“ sei. „Der langwierige Prozess allein ist schon bemerkenswert, da ist es schwierig, noch über kurzfristig eingereichte Änderungsanträge zu entscheiden“, betonte OB Dr. Frank Mentrup vor der Abstimmung über Ergänzungsanträge der GfK und der AfD, die mehrheitlich abgelehnt wurden. Ein parteiübergreifender Antrag wurde, bei Enthaltung der AfD-Stadträte angenommen, ein weiterer Antrag der KULT-Fraktion in den Sportausschuss verwiesen. -fis-

 
 

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