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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Mai 2018

Kombilösung: Reichlich Bewegung am Durlacher Tor

ANDERES GESICHT: Bis Jahresende sollen die Szenerie am Durlacher Tor neue Wege und Verkehrsführungen prägen. Foto: Fränkle

ANDERES GESICHT: Bis Jahresende sollen die Szenerie am Durlacher Tor neue Wege und Verkehrsführungen prägen. Foto: Fränkle

 

Arbeiten für den Bau der Kombilösung schreiten jetzt zügig voran / Rohbau des Tunnels unter Kaiserstraße in finaler Runde / „Oben“ weniger Baustellen

Die Baustellen der Kombilösung in der Innenstadt werden kleiner und weniger. Die Bürgerinnen und Bürger bekommen Stück für Stück ihre Straßen und Plätze zurück. Dies ist auch ein deutliches Zeichen dafür, dass der Rohbau für den Bahntunnel unter der Kaiserstraße in seine finale Runde eingebogen ist.

Für den Innenausbau der Haltestellen und der weiteren unterirdischen Abschnitte nutzen die beauftragten Firmen nur noch die ohnehin vorhandenen Treppenabgänge. Materialanlieferungen laufen schon jetzt ausschließlich über die drei Tunnelrampen westlich des Mühlburger Tors, in Durlacher Allee und Ettlinger Straße in Höhe Augartenstraße.

Bewegung „oben“ gibt es derzeit dennoch. Reichlich davon am Durlacher Tor. So viel sogar, dass sich dort laufend die Verkehrsführung ändert. Dies liegt laut der Bauherrin der Kombilösung Karlsruher Schieneninfrastruktur- Gesellschaft (kurz: KASIG) daran, dass an dieser vom öffentlichen Personennahverkehr wie auch von Autofahrern, Fußgängern und Radlern stark frequentierten Kreuzung bis Jahresende alle Straßen- und Kreuzungsflächen, sämtliche Geh- und Radwege neu gebaut werden sollen. Dort schon länger beobachten können Passanten den Bau der beiden sich kreuzenden Gleisstränge von der Kaiserstraße in Richtung Durlacher Allee und von der Kapellenstraße in Richtung Karl-Wilhelm- und Haid-und-Neu-Straße. Meterweise setzten die Arbeiter die neuen Bahntrassen in verschiedenen Baufeldern ein. Waren immer dort tätig, wo der um sie herumtosende Verkehr das eben zuließ.

In den Sommerferien zwischen Ende Juli und Mitte September sollen dann die jetzt noch isoliert liegenden Neubauabschnitte und die Gleiskreuzung miteinander verbunden werden. Am Ende sieht der Platz „anders aus als vor Beginn der Bauarbeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung der KASIG. Konkret bedeutet das: Vor dem Portal von St. Bernhardus soll es auf der heute noch von Bahnen und Autos genutzten Bertholdstraße keinen Verkehr mehr geben. Im gleichen Schritt werden die Autos vom kurzen Straßenstücks direkt vor der heute vom KIT genutzten ehemaligen Kinderklinik verbannt.

Etwas weiter westlich am Berliner Platz, unter dem die künftige unterirdische Haltestelle Kronenplatz liegt, ziehen sich ebenfalls die Einrichtungen für die Arbeiten „unten“ aus dem Straßenbild zurück. Auf dem Europaplatz wurden die Imbissbuden versetzt: Sie standen den Arbeiten an der Oberfläche im Weg, bei denen rund um die Fahrgastzugänge eine provisorische Asphaltdecke eingebracht wird. Wenn diese fertig ist, erhält der Platz, auf dem am 21. Januar 2010 der erste Spatenstich für die Kombilösung erfolgte, seine ursprüngliche Gestalt zurück. -red-/-trö-

 
 

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