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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Mai 2018

Kultur: Karlsruhe im 18. Jahrhundert

Umfassend überarbeitet

„Karlsruhe im 18. Jahrhundert“ ist noch aktuell. Die Doktorarbeit Christina Müllers „zur Genese und sozialen Schichtung einer residenzstädtischen Bevölkerung“ legte das Stadtarchiv, ergänzt um weitere sowie modernisierte Diagramme, Tabellen und Fotos samt aktualisierte Literaturliste nun neu auf.

Erstmals erschienen vor 26 Jahren, stellte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein das um 79 auf 534 Seiten angewachsene Standardwerk kürzlich vor. Anlass ist auch das diesjährige Jubiläum „300 Jahre Stadtrat und Stadtverwaltung Karlsruhe“. Darstellen wollte die Autorin die Lebenswirklichkeit in Karlsruhes Gründungszeit, auch ein Bewusstsein dafür schaffen, wie sich die Stadt seither veränderte. Dafür nimmt sie die soziale, rechtliche und konfessionelle Struktur der Bevölkerung in den Fokus, beleuchtet Gründungsgeschichte, Entstehung und Aufbau von Gesellschaft und Verwaltung. Zudem geht Müller auf das Verhältnis von Stadt und Hof sowie die soziale Fürsorge ein.

Auch „Klein-Karlsruhe“, das spätere „Dörfle“ ist Thema. Deutlich wird, dass die gesamtgesellschaftlichen Strukturen im Umfeld der Stadtgründung in Bewegung waren, und Karlsruhe im Vergleich zu anderen Städten offen war, auch wenn Stadtgründer Karl Wilhelm die Zusammensetzung der zunächst koloniehaften Bevölkerung seiner neuen Stadt über Privilegien zu steuern suchte. Nach deren Auslaufen 1752 wird die folgende Entwicklung zur hofbestimmten bürgerlichen Gesellschaft gezeigt. Erschienen ist das Buch, das die Reihe „Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte“ begründete, im Info-Verlag zum Preis von 29,95 Euro. -cal-

 
 

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