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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Mai 2018

„Oberer Säuterich“: Prämisse ist Qualität

STAND DER PLANUNGEN: Insgesamt etwa 400 Wohneinheiten sollen im Neubaugebiet „Oberen Säuterich“ in Durlach-Aue entstehen, zudem eine Kindertagesstätte und ein Pflegeheim. Foto: Knopf

STAND DER PLANUNGEN: Insgesamt etwa 400 Wohneinheiten sollen im Neubaugebiet „Oberen Säuterich“ in Durlach-Aue entstehen, zudem eine Kindertagesstätte und ein Pflegeheim. Foto: Knopf

 

Informationen über Zwischenstand zur Wohnbebauung

Dass die Bürgerinnen und Bürger das Planungsgebiet „Oberer Säuterich“ in Durlach-Aue umtreibt, wurde beim Info-Termin in der Karlsburg deutlich. Denn: Der Saal war komplett besetzt, als die Verwaltung den aktuellen Zwischenstand zur Wohnbebauung vorstellte.

„Dieses Areal ist eine Chance für Durlach-Aue. Eine Stadt hört nie auf sich zu verändern und ich bin mir sicher, dass wir eine vernünftige Mischung für dieses Wohngebiet hinbekommen“, sagte eingangs Bürgermeister Michael Obert. Eines machte anschließend Stadtplanungsamtschefin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner deutlich. Noch sei nichts in Stein gemeißelt. Man befinde sich noch in einem frühen Stadium, bei dem der Entwurf in einen städtebaulichen Rahmenplan überführt werde. Erst dieser bilde die Basis für einen künftigen Bebauungsplan.

Ganz entscheidend sei das Verkehrsgutachten zur Erschließung zu dem es im November eine weitere Veranstaltung gebe. „Wir werden das Quartier in diesem beliebten Stadtteil mit ihrer Hilfe entwickeln. Es gibt noch etliche Gutachten. Wichtig ist uns ein transparentes Verfahren“, sagte Karmann-Woessner, die sich über die hohe Resonanz freute. Gerade auch die Stimmungsbilder in dem mehrstufigen Beteiligungsprozess mit vielen Beteiligten seien wichtig. Nach der ersten Phase des Beteiligungsprozesses folge nun die konkrete Arbeit am Rahmenplan, der Anfang 2019 vorgestellt wird.

Speziell Dichte, Freiräume und Verkehr seien Themen, welche die Bürger umtreibt, wie Moderatorin Lena Hummel festhielt. Stadtplaner Georg Gerardi erläuterte, dass man mit rund 800 Einwohnern auf einer Fläche von 7,7 Hektar plane. Karlsruhe gehe von einem deutlichen Einwohnerzuwachs in der Zukunft aus. Schaffung von Wohnraum habe daher hohe Priorität. Dabei gehe man in Aue von einer moderaten Dichte (55 Wohnungen pro Hektar) aus. Auch er betonte, dass es noch einige Zeit dauere, bis unter anderem etwa verbindliche Höhen im Wohnungsbau konkret werden. Manfred Piribauer (K9 Architekten) betonte, die Prämisse auf dem Areal „Qualität für alle zu schaffen“.

Dazu zählte er Freiraumqualität, intakte Nachbarschaften, grüne Vernetzung und verkehrsberuhigte Bereiche. Knapp 400 Wohneinheiten plus Plätze im Pflegeheim sind aktuell geplant, zudem eine Kita und eine kleine Ladenzeile mit Café. Piribauer:„Das öffentliche Grün wird eine hohe Bedeutung haben.“ Die ÖPNV-Anknüpfung sei gut, die Autos würden in Tiefgaragen untergebracht. Im Süden sollen Reihen- und Doppelhäuser entstehen. Insgesamt entstehe bezüglich der Dichte „ein respektabler Abstand zwischen den Gebäuden“. -voko-

 
 

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