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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Mai 2018

Digitale Zukunftskommune: Riesenschritt für Karlsruhe

EHRUNG als digitale Zukunftskommune: OB Dr. Frank Mentrup und Innenminister Thomas Strobl mit Urkunde. Foto: Steffen Schmid

EHRUNG als digitale Zukunftskommune: OB Dr. Frank Mentrup und Innenminister Thomas Strobl mit Urkunde. Foto: Steffen Schmid

GEMEINSAM STARK: Karlsruhe als Digitale Zukunftskommune gestalten die Verwaltung, repräsentiert durch Oberbürgermeister und Bürgermeister, das IT-Amt und viele Partner, vor allem aus Wirtschaft und Wissenschaft. Foto: Fränkle

GEMEINSAM STARK: Karlsruhe als Digitale Zukunftskommune gestalten die Verwaltung, repräsentiert durch Oberbürgermeister und Bürgermeister, das IT-Amt und viele Partner, vor allem aus Wirtschaft und Wissenschaft. Foto: Fränkle

 

Prämiertes App-Konzept und übergeordnete Strategie der digitalen Zukunftskommune

Dem Ziel, Motor und Referenzstadt der Digitalisierung zu sein, ist Karlsruhe seit voriger Woche Donnerstag ein ganzes Stück näher: als Digitale Zukunftskommune. So kann sich die IT-Hochburg nach entsprechender Ehrung im und durch das Landesinnenministerium nun auch offiziell nennen.

In mit Landesmitteln von 880.000 Euro verbundener Würdigung des Konzepts der Multifunktions-App „digital@KA (siehe Kasten). „Sie macht uns noch innovativer, kreativer“, sah nicht nur Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Dienstag vor Medien und Partnern neue Qualität erreicht. Das mit nur einem Benutzerkonto einfach zu bedienende und nach persönlichen Schwerpunkten, etwa kultur- oder stadtteilbezogene Inhalte, aus dem städtischen Service-Portfolio gestaltbare Portal ist nicht von ungefähr ein Gemeinschaftswerk. Es basiert auf der 2014 durch den Gemeinderat initiierten Kampagne karlsruhe.digital. Schnell habe sich herausgestellt, erläuterte Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, dass eine bessere Vermarktung der „Internetstadt“ nicht ausreicht. Experten aus mehr als 50 Institutionen sind in die groß angelegte Digitalisierungsstrategie eingebunden.

Für digital@KA wirken als auch finanziell unterstützende Projektpartner mit: das Hightech-Unternehmer-Netzwerk CyberForum, das Forschungszentrum Informatik des Karlsruher Instituts für Technologie, die Software-Firmen CAS und ISB, die Plattform WeLocalWorld, Online-Marketing-Unternehmen Yellow Map. Das federführende Amt für Informationstechnik und Digitalisierung (IT-Amt) ist das erste seiner Art in Baden-Württemberg und verantwortlich unter anderem für Strategie, Sicherheit, Einkauf, karlsruhe.de, das vor einem Relaunch steht. Es unterstützt darüber hinaus zum Beispiel die Schulen durch Glasfaser-Versorgung. Und allgemein KA-WLAN, auch Bestandteil von digital@KA. Modular und skalierbar, verspricht die App zudem große Sicherheit. Auch modernste Sensorik und eine umfassende Angebotspalette: dank der Datendrehscheibe, die von verschiedenen Akteuren, denen sich weitere Unternehmen anschließen können, auch der Bürgerschaft gespeist werden soll.

Zumal das Fraunhofer-Institut die Gewinnerkonzepte des Landeswettbewerbs begleitet, erweitere Karlsruhe seine Vorbildfunktion, ist Mentrup sicher: „Ich glaube, es wird am Ende ein Riesenschritt werden und uns weiter hervortreten lassen unter den Städten.“ Schon jetzt erkenne der Deutsche Städtetag das Karlsruher Erfolgsprinzip der stets rasch realisierten und konstruktiven Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung als einzigartig an, sagte Luczak-Schwarz. Tatsächlich lagen IT-Amts-Leiter Markus Losert als Koordinator gleich zu Projektbeginn von Freitag auf Montag die meisten positiven Rückmeldungen für eine Absichtserklärung der Partner vor, mitgestalten zu wollen. Das Projekt ist auch eingebettet in das IQ-Korridorthema Moderne Verwaltung. „Nicht nur ein Schlagwort, sondern eines unserer Leitprojekte“, betonte Bürgermeister Dr. Albert Käufein. IQ: innovativ und quer, die neue Arbeitsweise.

Was digital@KA ausmachen soll

Nachrichten, Kartendienste, ÖPNV, KA-WLAN, viel mehr: „Im Prinzip soll die App alle Dienste zur Verfügung stellen, die für den Bürger als Nutzer relevant sind“, erklärte der Leiter des IT-Amts, Markus Losert, zur Präsentation des Konzepts digital@KA – frisch landesprämiert. Viele gute Dienste, etwa zur Buchleihe, gebe es schon, sie gerieten in Vergessenheit. Da es an Marketingmitteln fehlt, der Mehrwert nicht klar wird. Das in den nächsten drei Jahren mit Partnern entstehende Portal soll die eine Schnittstelle zwischen Bürgern (auch für deren direkte Teilhabe und Kommunikation nach individuellem Interesse) und Verwaltung / Stadtleben sein. Und nur eine Anmeldung erfordern. Wenn das Landesportal Service-BW steht, ist geplant, das einzubinden: für (sofern rechtlich zulässig) digitale Behördengänge. -mab-

 
 

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