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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Mai 2018

Sozialregion: Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung

GEMEINSAM: Zwölf Namen zieren die Charta der SozialRegion, die Mielich (Mitte) mit Schnaudigel (links von ihr), Demal (rechts von ihr), Lenz (rechts davon) und den anderen Unterzeichnenden präsentierte. Foto: Fränkle

GEMEINSAM: Zwölf Namen zieren die Charta der SozialRegion, die Mielich (Mitte) mit Schnaudigel (links von ihr), Demal (rechts von ihr), Lenz (rechts davon) und den anderen Unterzeichnenden präsentierte. Foto: Fränkle

 

SozialRegion Karlsruhe wächst weiter und vereint sich unter neuer Charta / Gesellschaftliche Teilhabechancen ermöglichen / Karlsruher Kinderpass vorgestellt

Zum fünfjährigen Bestehen der SozialRegion Karlsruhe trafen sich Vertreter des Landes, des Landkreises und der beteiligten Kommunen bei einem Fachtag in Stutensee. Die Kernthemen zukünftiger Zusammenarbeit wurden am Ende in einer Charta festgehalten.

„Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, diesen Tag zu begehen“, stellte Bürgermeister Martin Lenz schon im Pressegespräch klar. Armut sei momentan auch ein Thema auf Bundesebene und müsse weiterhin im Fokus sozialer Bemühungen stehen. „Das entscheidende Wort ist Teilhabe“, führte er weiter aus. Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration, stimmte dem zu und betonte, dass „Armut nicht an Grenzen halt macht“ und es „viele Antworten“ brauche um diese zu bekämpfen. Beide Ansätze finden sich als Themen in der neuen Charta.

Zum einen wird der Begriff der Sozialräume verwendet, die politische und kommunale Grenzen überschreiten. Zudem wird mit dem Lebenslagenkonzept eine Definition von Armut zugrunde gelegt, die mehr Faktoren als das Einkommen einbezieht. Als zentrales Ziel wird die Möglichkeit der Partizipation für alle Mitglieder der Gesellschaft formuliert. Das umfasst die Versorgung mit Wohnraum, Arbeit, Bildung, Gesundheitsdiensten, technischer und sozialer Infrastruktur sowie die mögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Initiative „Gegen Armut – Wir sind dabei“, zeichnet aus diesem Grund Engagement für gesellschaftliches Miteinander aus und stellt auf der Internetseite www.karlsruher-pass.de alle Angebote gesammelt und übersichtlich dar.

Auch erfährt man hier alles zum Karlsruher Kinderpass, der mittlerweile in acht Kommunen gültig ist und Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr Zugang zu Freizeit und Bildung sowie Vergünstigungen für den ÖPNV bietet. Klaus Demal, der gastgebende Oberbürgermeister Stutensees, sieht diesen als „ideales Instrument“ zur Vermeidung sozialer Probleme. Er lobte die Stadt Karlsruhe als Initiatorin des Projektes, dem sich Stutensee „als erster Kooperationspartner“ anschloss. Auch Landrat Dr. Christoph Schnaudigel betonte die Pionierarbeit in der Region und hoffte darauf, „auch über das Thema Armutsbekämpfung hinaus, grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten“. Die kommunalen Vertreter traten dazu in regen Dialog und zeigten sich hoffnungsvoll für ein Gelingen dieses Vorhabens in naher Zukunft. -gem-

 
 

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